schau mich an
Ich mag’s wenn sich die Wut entfacht und Menschen in die Kunst treibt. Wenn der Wahnsinn flammend grüßt, wenn die Träume Funken sprühen, Du Deine Dämonen bezwingst und ich es sehen kann. Manchmal sind Dämonen eindeutig sie selbst. Meistens nicht. Manchmal werden sie mit Kaffee & Zigaretten bis zur Trägheit vollgefüttert. Manchmal mit Alkohol regelmäßig fast ertränkt. Ich mag die Engel kurz vor dem Fall. Aber noch mehr die Dämonen kurz vorm Koma. Wenn Du Dich ihnen stellst, gegen sie angehst mit Deinen bloßen Händen, Gedanken und der nackten Haut. Wie Du Ihnen in die Augen siehst, den Geistern, sie erkennst und wenn der Wahnsinn flammend grüßt und es darum geht, diesem nicht anheim zu fallen. Ich mag die Spiegelung der Luft und wenn die Sehnsucht nie verpufft. Das Glas ist immer noch halbvoll, selbst wenn man ganz viel Blut verloren hat. Ich mag die Spiegelung der Luft, den Geruch nach Schweiß und das Wissen, hier wurde gekämpft. Darum mag ich Kunst, die sich mir widersetzt. Ich mag es, wenn ich Kunst nicht in ihrem Sein störe, sondern sie sich mir gierig entgegenreckt. All das mag ich.
Die Abbildungen der Bilder leihe ich mir. Sie alle – die Ideen, die Schablonen und die Geschichten dahinter – gehören einem bestimmten Menschen, nicht mir.


