Wir sitzen zu zweit in der Küche und ich öffne ein Päckchen, das gerade mit der Post gekommen ist. Darin liegen Gutscheine für Rabatte bei einem Reisevermittler, einer online-Drogerie und einer Datingplattform. “So ein Scheiß, wer braucht denn sowas?” murmle ich vor mich hin. Meine Mitbewohnerin: “Och du, es gibt viele Leute, die nicht die Zeit haben…”, sie schaut mich an, “…jemanden auf Twitter kennen zu lernen.”
100 Punkte für die Kandidatin.
Seit drei Stunden ist mein mir:ror ausgepackt – irgendwas kleines aus der nabaztag-Familie – und ich erzähl mal grad, wie’s so ist. Willkommen in der Zukunft!
Was ist es?
Vor mir liegt das Internet der Dinge liegen ein mir:ror (RFID-Lesegerät in Form eines USB-Tasssenwärmers), zwei nano:ztags (Mini-Häschen mit passiven RFID tags) und drei ztamps (briefmarkengroße selbstklebende passive RFID tags in knalligen Farben). Im Gegensatz zu violet bin ich jetzt mal konsequent und schreibe alle Bezeichnungen klein.
Und jetzt? (more…)
Paulinepauline hat ein Buchmesse-Twitter-Blogger-Pl0gbar-Treffen ins Leben gerufen. Wer am Donnerstag, 16.10. auf der Frankfurter Buchmesse ist und abends ein bisschen Zeit hat, sollte sich um 19:30 in Orfeos Erben einfinden.
Gestern habe ich zum ersten mal getwitkrittet. Man muss nicht wissen, was twitter ist oder twitkrit, man kann das einfach lesen ^^
Es ergab sich zu jener Zeit, dass es notwendig erschien, eine Armbanduhr zu besitzen. Es gibt einfach (noch?) zu viele Leute, die ein ständiges aufs-Handy-schauen als unsagbar unhöflich empfinden und nicht verstehen, dass man doch nur die Uhrzeit wissen will und bei weitem nicht auf einen erlösenden Anruf hofft.
Als nun meine neue Uhr mich per Post erreichte (bestellt hatte ich online bei irgendeinem Shop, den irgendwer irgendwann mal in twitter verlinkt hatte) war mir spontan so langweilig, dass ich ein Bild von ihr getwitpict habe. Das war eine super Idee, jetzt weiß ich nämlich, was ich falsch gemacht habe.
Klimaschutz! Ich hätte mir aus Klimaschutzgründen eine mechanische Uhr kaufen müssen. Sowas aber auch…
P.S.
Abgesehen davon, dass das “Ziffernblatt” nicht extra beleuchtbar ist, ist die Uhr große Klasse!
‘n büschen spät, but still.
So läuft das heute: Katti, ihres Zeichens Internet-Mädchen aus Bochum twitpicte vor ein paar Wochen ein Bild von einem Instant-Tee. Honigartiges Zeug von nectaflor, genannt MyTea, das sich in Wasser lösen und einen leckeren Tee ergeben soll. Als neugieriges Mädchen fragte ich sie in direkter Nachricht, wo es das denn gäbe und bekam auch prompt die Antwort: “noch nicht wirklich probiert, gibts in vier Sorten (Exotik-Grüntee, Kräuter, Zwetschge-Salbei, Beere), gekauft bei dm. Teuer.” Also stiefelte ich in Flip-Flops zu einer Filiale der Drogerie-Kette dm um Instant-Tee zu kaufen. Um diesen Teil abzukürzen: Das gestaltete sich erstaunlich schwierig. Sowas gab es nicht und wie man mir in gepflegtem Saarländisch erklärte, gäb es sowas auch nicht. Naja, das wusste ich zwar besser, brachte aber nicht genügend Elan auf, der Verkäuferin das Konzept von twitter, twitpic und überhaupt dem Web2.0 zu erklären. Allein mal in unserer Fußgängerzone hat dm ja immerhin zwei Filialen. Aber auch die zweite Filiale hatte das Zeug nicht. Und Rossmann auch nicht. 
So gingen Wochen ins Land. Dann gab es doch tatsächlich dieses Instant-Tee-Zeug auch im Saarbrücker dm. W-a-h-n-s-i-n-n! Mittlerweile gab es online in Kattis Blog bereits einen Erfahrungsbericht über die Sorte “Fruchtige Beeren”. Da schnitt das Zeug eher mies ab, zu süß meint die Kollegin.
Also habe ich eine andere Sorte – Zwetschgen Salbei – zugelegt und ausprobiert. Und jetzt bin ich auch da, wo dieser Text hin soll und aber eigentlich auch direkt schon wieder vorbei ist. Nämlich: war gar nicht schlecht. Es schmeckt nach dem, wonach es laut Packung schmecken soll. Es schmeckt nicht so, wie ein gewöhnlicher Aufguss, nein, sondern ist schon ganz ordentlich gesüßt. Mir ist das aber nicht zu viel. Bemerkenswert: sogar in kaltem Wasser löst sich das Konzentrat tatsächlich problemlos auf. Farblich ganz nett – sieht halbwegs nach Tee aus. Was ich nicht mag und weshalb ich es wahrscheinlich auch nicht wieder kaufen werde: der Nachgeschmack, den Sirupe und Instant-Getränke so häufig mit sich bringen.
Ja, so läuft das heute. Ich kaufe mir, was Leute ein paar 100 Kilometer entfernt von mir nicht lecker finden, weil ich neugierig bin und jeder Schritt ist nachvollziehbar, irgendwo im Internet dokumentiert. Man kann das beängstigend finden oder einfach alles, was man an Medienkompetenz und Menschenvertrauen hat, zusammenkratzen und sich hineinstürzen. Das gilt nicht nur für Privatpersonen. Wenn wir alle Glück haben, lesen das alles nämlich auch die Instant-Tee-Hersteller und feilen noch ein bisschen an ihrem Produkt.