Bitte bleiben Sie stehen, es gibt etwas zu sehen

Alltag, Gutenachtgeschichten, Kultur, Politik — Tags: , , , , — schuehsch @ 16. June 2009, 23:05

Leseempfehlung: “Kinder dürfen doch nachmittags nicht…” (…auf der Strasse spielen! Opa, hast Du das schon wieder vergessen?) von Michael Jäger. Eine traurige und schön geschriebene Geschichte.

PS
Noch 55 Minuten lang mitzeichnen, auf die Straße gehen und dort laut seine Meinung sagen… man kann viel tun, damit das nicht wahr wird.

re:act

mit Bild, unterwegs, workwork — Tags: , , , , , , , — schuehsch @ 4. April 2009, 13:32

Eine Internetkonferenz ohne Internet, das ist schon… Hätte man anders erwartet. Und es ob nun die fehlerhafte Software oder ein kaputtes Kabel war – schade. Andererseits kümmert sich bestimmt spätestens ab nächstem Jahr gar niemand mehr um WLAN, weil jeder sein eigenes Internet mitbringt ;)
Die re:publica 09 war trotz zahlreicher belangloser Talks, nicht zuletzt dank der produktiven Kontakte zu anderen Teilnehmern, eine interessante Veranstaltung. (more…)

Schmerzfrei

unterwegs, workwork — Tags: , , , , , , , , , — schuehsch @ 1. April 2009, 22:52

Mein re:publica-Ticket habe ich schon ewig. Seit… letztem Jahr irgendwann. Gefühlt. Mein Bloggerticket habe ich gekauft, da saß ich in einem Old School Office und habe es mir auch direkt ausgedruckt, damit ich es ja nicht vergesse mitzunehmen. Das ist schon sportlich, ja, ein Ticket mehrere Monate vorher auszudrucken und nicht vergessen zu wollen, sehe ich ein. Dann habe ich meinen Arbeitsplatz aufgeräumt und das Ticket (more…)

Mit Verspätung

Held des Tages — Tags: , , , — schuehsch @ 4. August 2008, 23:20

Nein, es geht nicht um die Deutsche Bahn. Dieser Eintrag dient einzig und allein dazu, mich zu bedanken. Salz & Brot 2.0. Ich bedanke mich bei Dir, meine Liebe. Und weil ich weiß, wie vorsichtig Du im Internet bist, überlasse ich es Dir selbst, Dich in den Kommentaren als die Bedankte zu outen, oder es eben zu lassen :)

ver-bunden.

Alltag, Links, Test, mit Bild — Tags: , , , , , — schuehsch @ 1. August 2008, 12:24

‘n büschen spät, but still.
So läuft das heute: Katti, ihres Zeichens Internet-Mädchen aus Bochum twitpicte vor ein paar Wochen ein Bild von einem Instant-Tee. Honigartiges Zeug von nectaflor, genannt MyTea, das sich in Wasser lösen und einen leckeren Tee ergeben soll. Als neugieriges Mädchen fragte ich sie in direkter Nachricht, wo es das denn gäbe und bekam auch prompt die Antwort: “noch nicht wirklich probiert, gibts in vier Sorten (Exotik-Grüntee, Kräuter, Zwetschge-Salbei, Beere), gekauft bei dm. Teuer.” Also stiefelte ich in Flip-Flops zu einer Filiale der Drogerie-Kette dm um Instant-Tee zu kaufen. Um diesen Teil abzukürzen: Das gestaltete sich erstaunlich schwierig. Sowas gab es nicht und wie man mir in gepflegtem Saarländisch erklärte, gäb es sowas auch nicht. Naja, das wusste ich zwar besser, brachte aber nicht genügend Elan auf, der Verkäuferin das Konzept von twitter, twitpic und überhaupt dem Web2.0 zu erklären. Allein mal in unserer Fußgängerzone hat dm ja immerhin zwei Filialen. Aber auch die zweite Filiale hatte das Zeug nicht. Und Rossmann auch nicht. instant_tee_my_tea
So gingen Wochen ins Land. Dann gab es doch tatsächlich dieses Instant-Tee-Zeug auch im Saarbrücker dm. W-a-h-n-s-i-n-n! Mittlerweile gab es online in Kattis Blog bereits einen Erfahrungsbericht über die Sorte “Fruchtige Beeren”. Da schnitt das Zeug eher mies ab, zu süß meint die Kollegin.
Also habe ich eine andere Sorte – Zwetschgen Salbei – zugelegt und ausprobiert. Und jetzt bin ich auch da, wo dieser Text hin soll und aber eigentlich auch direkt schon wieder vorbei ist. Nämlich: war gar nicht schlecht. Es schmeckt nach dem, wonach es laut Packung schmecken soll. Es schmeckt nicht so, wie ein gewöhnlicher Aufguss, nein, sondern ist schon ganz ordentlich gesüßt. Mir ist das aber nicht zu viel. Bemerkenswert: sogar in kaltem Wasser löst sich das Konzentrat tatsächlich problemlos auf. Farblich ganz nett – sieht halbwegs nach Tee aus. Was ich nicht mag und weshalb ich es wahrscheinlich auch nicht wieder kaufen werde: der Nachgeschmack, den Sirupe und Instant-Getränke so häufig mit sich bringen.
Ja, so läuft das heute. Ich kaufe mir, was Leute ein paar 100 Kilometer entfernt von mir nicht lecker finden, weil ich neugierig bin und jeder Schritt ist nachvollziehbar, irgendwo im Internet dokumentiert. Man kann das beängstigend finden oder einfach alles, was man an Medienkompetenz und Menschenvertrauen hat, zusammenkratzen und sich hineinstürzen. Das gilt nicht nur für Privatpersonen. Wenn wir alle Glück haben, lesen das alles nämlich auch die Instant-Tee-Hersteller und feilen noch ein bisschen an ihrem Produkt.

Katzen bei Xing

workwork — Tags: , — schuehsch @ 2. June 2008, 01:05

Um von vorne anzufangen: ich habe ein Profil bei Xing. So far so good. Aus verschiedenen Gründen bin ich Gruppen beigetreten. Aaand here it comes: Darunter eine Gruppe namens “Cat gang”. Am 29.5. bekam ich aus dieser Gruppe einen Hinweis auf einen Termin namens “Cat-Gang-Charity-Projekt”.

Sie sind zu diesem Event eingeladen
Titel: Cat-Gang-Charity-Projekt
Zeit: 29.05.2008, 20:00 — 30.06.2008, 12:00 (Ortszeit)
Ort: Internet (Deutschland) [...]

Inhaltlich geht es darum, für eine Katze namens Nena, die wegen Überzüchtung sehr anfällig sowie pflegebedürftig und deshalb schwer zu vermitteln ist. Diesem bedauernswerten Geschöpf soll durch eine Geldspende geholfen werden. Der Text von der Homepage eines Tierheims ist schlecht gequotet, mit zahlreichen Ausrufezeichen versehen, wirkt aber gerade noch seriös auf mich. Ich ignoriere die Nachricht.
In etwa 20 Stunden später bekomme ich ein Nachricht von der Dame, die bereits die Termineinladung verschickt hatte (offensichtlich gehen beide Nachrichten an alle Mitglieder der Gruppe):

Liebe Gangmembers,

da es offenbar nicht bei allen ankam, hier noch einmal deutlich per Mail:
Wer bei dem Termin zusagt, erklärt seine Bereitschaft, für die arme Nena zu spenden. Es geht nicht um ein Treffen o.ä. Deshalb habe ich beim Ort auch “Internet” angegeben ;) [...]

Ab hier ungefähr fange ich an, die Geschichte komisch zu finden. Etwa 24 Stunden nach der ersten Termineinladung, bekomme ich folgende Nachricht:

Sie sind zu diesem Event eingeladen
Titel: Cat-Gang-Charity-Projekt
Ortszeit: 15.06.2008, 12:00 — 30.06.2008, 12:00
Ihre Zeitzone: 15.06.2008, 09:00 — 30.06.2008, 09:00
Ort: kein Treffen, Überall (Französische Gebiete im südlichen Indischen Ozean)

Event Beschreibung
Wegen eines technischen Problems musste ich den Termin noch einmal neu hier rein setzen. Entschuldigt bitte das Wirrwarr.
Vielen Dank,
MiAu [...]

Dem folgte dann original der Text aus der ersten Einladung mit kleinen Ergänzungen, aber keinen Verbesserungen. Ab hier fragte ich mich: Was für technische Probleme? Hat womöglich jemand den Termin als unseriös gemeldet und das waren die Probleme? Ist das raffiniert ungeschicktes Marketing? Oder gibt es nicht nur Menschen, die Einladungstexte nicht vernünftig schreiben oder lesen können, sondern auch solche, die Termine zwar einstellen, aber nicht handlen können? Um es kurz zu machen: What the… ?

(c) 2010 schuehsch.net | powered by WordPress with Barecity