Seit einigen Monaten gebe ich Seminare für JUZ United – den Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung e.V. Dabei geht es um die Klärung von Begriffen wie Emanzipatioen, Sexismus, Gleichberechtigung und Feminismus sowie konkrete Fragen, die im jeweiligen Jugendzentrum aufgetaucht sind.
Eben diese Workshops waren für Fresh TV, das Magazin von und über saarländische Jugendzentren, Anlass, mich zu interviewen. In der aktuellen Sendung Nr. 20 sitze ich quasi zwischen Jugendleitercard und DJ-Workshop auf dem Sofa der Moderatorin Catharina Becker und plaudere plakativ bei einer Tasse Tee (nicht im Bild) über Feminismus light.
Natürlich gibt mir die Tatsache, dass relativ wenig Frauen da waren, zu denken. Vielleicht ist es so, dass die wenigsten Frauen (besonders in der IT-Branche) Veranstaltungen die besondere Rücksicht auf sie nehmen, _brauchen_, aber durchaus wollen. Sei es, weil es ihnen angenehmer ist, weil es ihnen allgemein Spaß macht oder weil sie die Signalwirkung solcher Veranstaltungen hoch schätzen. Fakt ist (willkommen bei “der alten Leier”, wie @fengor sagte), dass Gleichberechtigung (von Homosexuellen, Frauen, Farbigen, tbc) nicht Realität ist und so kann doch die Hoffnung sein, dass steter Tropfen den Stein höhlt. In solchen Zusammenhängen denke ich immer wieder daran, wie mir eine Gleichstellungsbeauftragte erklärte, womit sie das Binnen-I und ähnliche Späße in ihrer Behörde durchgesetzt hat: “Wenn man einen Text nicht an Frauen adressiert, denkt man auch nicht daran, dass sie sich angesprochen fühlen sollen und berücksichtigt sie tatsächlich seltener.” Und das gibt mir auch immer noch zu denken…
Falls es bei diesen Blogpost-Intervallen bleibt: Frohe Ostern und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Gefühlt bin ich schon auf der CeBIT, aber vor allem nicht mehr im Büro, also noch mal schnell ein Update. Ein Update zum 3GT – dem Girl Geek Get Together auf der CeBIT 2009 (an dieser Stelle sei kurz auf den Post von Nicole Y. Männl dazu verwiesen).
Wegen der Kürze der Zeit und mehrerer Bitten, auch ja genug Zeit zum Netzwerken zu lassen, haben wir uns entschieden, nur zwei Statements ins Programm zu nehmen. Zur Zielgruppe der Girl Geeks bei ihrem Magazin werden uns Angela Meyer von der c’t und ein Redaktionsmitglied der t3n ein paar Worte sagen. Wir halten das ganz kurz – jeweils etwa fünf Minuten plus genügend Zeit für Fragen. Danach haben wir noch ausreichend Zeit und lassen die CeBIT gemütlich ausklingen ;) Man kann also jeder Zeit einsteigen und gern kurzfristig vorbei kommen.
Noch mal als Erinnerung für alle der Link zur Anmeldung und an unsere männlichen Besucher: Mit einem Girl Geek an eurer Seite seid ihr uns noch viel willkommener :)
Die harten Fakten: Sonntag, 8. März 2009, 12:30 – 13:30 Uhr, CeBIT, Halle 9, A54 – future talk – bis dann!
Am CeBIT-Sonntag findet in Hannover ein Girl Geek Dinner statt, das eigentlich keines ist, aber dem Konzept treu bleibt. Mit Hilfe von Nicole Y. Männl stelle ich das “3GT – Girl Geek Get Together” im future talk (So., 8. März 09, 12:30-13:30, Halle 9, Stand A 54) auf die Beine. Derzeit klären wir noch, auf welche Gäste wir uns freuen können. Angefragt sind (Chef-) RedakteurInnen von print-Magazinen, die mit knappen Statements zu Girl Geeks als Zielgruppe ihrer Medien Dikussionsanregungen geben sollen. An dieser Stelle sei dem DFKI für die Unterstützung gedankt ;)
Bei den vielen Web2.0-Veranstaltungen auf der CeBIT sind wir in bester Gesellschaft. Und zwischen webciety, pre:publica und tweetup macht sich eine Veranstaltung, besonders, aber nicht nur für Frauen, doch überaus gut.
Noch mal zur Erinnerung: Die Idee eines Girl Geek Dinners ist es, so viele Männer wie Frauen als Gäste zu haben. Oder auch mehr weibliche Teilnehmerinnen, aber eben nicht wie sonst in der Branche üblich, überwiegend Männer. Das gilt auch für das 3GT. Männer, die sich anmelden und vorbeischauen, sollten in weiblicher Begleitung erscheinen. Es vereinfacht uns die Planung, zu wissen, wer kommt, aber man _muss_ sich natürlich nicht anmelden.
Also: “3GT – Girl Geek Get Together” CeBIT am Sonntag, 08.03.2009 von 12:30 – 13:30 Uhr im future talk, Halle 9, A54. Ich hoffe, möglichst viele von euch auf dem 3GT bzw. der CeBIT zu treffen!
Manchmal bin ich in Drogerie-Märkten und kaufe dort ein. Neulich kaufte ich dort einen Stift. Achtung, Männer, ab jetzt kommt nur noch redundanter Frauen-Schwachsinn, lest mal was anderes! Ich trage seit Jahren Kajal (Ja, Männer, auf Wikipedia steht, was das ist), habe aber nur den ersten kleinen Bruchteil dieser Zeit tatsächlich die Stifte für den Lidstrich benutzt. Sehr viel mehr Morgen (danke an die brunchbox für das Prägen und direkt positive Konnotieren dieses Plurals) habe ich mit Liquid Eyelinern (ab jetzt verlässt uns Wikipedia, die verstehen den Unterschied nicht; und überhaupt, Kerl: Was liest Du noch hier?) vor einem Spiegel verbracht. Ich habe Produkte verschiedener Firmen probiert, keine rechte Präferenz gehabt nur zwei Dinge haben sich als wichtig heraus gestellt: 1. nicht den ALLERbilligsten kaufen. Die Tusche kann so… billig sein, dass einem die Wimpern ausfallen (gilt ja auch genau so und eigentlich noch viel mehr für Mascara). 2. mit der Form und Stabilität der Pinsel- / Stiftspitze steht und fällt alles. Für mich funktionieren kleine Pinsel schlechter als die Stifte mit den Filzspitzen. Und da habe ich nun ein Modell entdeckt, das ganz toll zu sein verspricht: Liquid Eye Liner von Nivea Beauté.
Anmalen kann man sich mit dem ganz gut, sogar so, dass keine Korrekturen nötig sind, aber in der B-Note gibt es große Abzüge. Die Handhabung ist katastrophal. Die Kappe muss man mit viel Kraft abziehen, woran ich morgens im Bad häufig mit entweder feuchten oder cremigen Händen scheitere. Natürlich soll der Stift nicht austrocknen, weshalb er fest zu verschließen sein muss, aber das muss anders zu lösen sein, ehrlich (Hurrah für Gewinde! Handwerker, are you with me?).
Auf dem Stift steht “Mit der Spitze nach unten aufbewahren”. Gern, aber wie? Die Kappe ist zwar immerhin abgeflacht, bietet aber nicht genügend Fläche. Wenn ich den wie selbst gewünscht auf die Kappe gestellten Stift auch nur anatme, fällt er schon wieder um. Das ist ungefähr so wie “Verbinden Sie alles mit der roten Schraube” und dann keine rote Schraube beilegen (Ja, wer als männlicher Leser bis hierhin durchgehalten hat wird belohnt). Jaja, man kennt das.
Also, Nivea Beauté, macht da mal bitte neue Kappen drauf.
kthxbye.