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		<title>Reisenotizen &#8211; Nachreichung</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 19:49:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schuehsch</dc:creator>
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Auf dem schlecht gefliesten Bahnhofsklo des Hauptbahnhofs Wolfsburg liegt eine einzelne Paillette. Das sagt mehr über diese Stadt aus, als was man wissen muss. (6.11., 07:52)
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<a href="http://schuehsch.net/wp-content/uploads/DSC00363.jpg" rel="lightbox"><img src="http://schuehsch.net/wp-content/uploads/DSC00363-300x225.jpg" alt="Paillette auf Fliesen" title="paillette" width="300" height="225" /></a></div>
<p>Auf dem schlecht gefliesten Bahnhofsklo des Hauptbahnhofs Wolfsburg liegt eine einzelne Paillette. Das sagt mehr über diese Stadt aus, als was man wissen muss. (6.11., 07:52)</p>
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		<title>1094</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 16:02:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich stelle mir das so vor:
Als du an der Uni angefangen hast, brauchtest du Geld. In den ersten Semestern hast du BaFöG bezogen, dann wurde es dir aber zu doof, jedes Semester aufs neue deine Kontoauszüge durchsehen zu lassen. Darum hast du im 5. Semester angefangen, in der Universitätsbibliothek zu arbeiten. Du hast Aufsicht geführt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stelle mir das so vor:</p>
<p>Als du an der Uni angefangen hast, brauchtest du Geld. In den ersten Semestern hast du BaFöG bezogen, dann wurde es dir aber zu doof, jedes Semester aufs neue deine Kontoauszüge durchsehen zu lassen. Darum hast du im 5. Semester angefangen, in der Universitätsbibliothek zu arbeiten. Du hast Aufsicht geführt im Lesesaal, neue Bücher katalogisiert und irgendwann auch in der Ausleihe geholfen. Es war spannend, zum ersten Mal ins riesige Magazin zu gehen wo die Bücher nur nach Größe sortiert stehen, die richtigen zu finden, auf den Wagen zu packen und nach oben zu bringen. Dort dann wieder in Fächer sortieren und schließlich erleben, wie Menschen kommen, um diese Bücher abzuholen.<br />
Da war ein Professor, der kam jeden Tag. Er holte jeden Tag ein Buch ab. Immer nur eins und immer gegen 12. Als du ihn nach einigen Wochen <span id="more-1094"></span>gegen halb 1 in der Mensa gesehen hast, hast du verstanden, dass das ein Ritual war. Er holte sich ein Buch, ging damit in die Mensa, blätterte während des Essens darin und ging dann zurück an seinen Schreibtisch. Die Bücher brachten seine Aushilfen zurück, oft 20 Stück auf ein Mal.<br />
Da kam eine alte Dame immer viel zu spät mit ihren Büchern zurück. Die waren immer schon lange abgelaufen und sie hat sicherlich über 100 Euro Gebühren zahlen müssen. Bis du ihr erklärtest, dass sie sich ja auch per E-Mail auf das Ende der Leihfrist aufmerksam machen lassen könnte. Sie war begeistert und sagte: &#8220;Dann schicken Sie es doch bitte an schnupsimausihasi@gmail.com.&#8221; Sie merkte sich deinen Namen und immer wenn sie kam begrüßte sie dich freundlich mit deinem Namen und du dachtest: &#8220;Hallo schnupsimausihasi&#8221;.<br />
Tatsächlich fandest du die Arbeit in der Bibliothek interessant. Du lerntest schnell das System, nachdem Signaturen vergeben wurden, welche Bücher in die Lehrbuchsammlung gehörten und welche nicht und warum es von manchen Bücher fünf Exemplare aller Auflagen gab. Du hast auch gelernt, wo die Institutsbibliotheken auf dem Campus liegen, mit welchen anderen Bibliotheken Fernleihen gut klappen und wo sie anstrengend sind. Du lerntest neue Benutzerausweise zu bedrucken und freundlich aber bestimmt an ausstehende Gebühren zu erinnern. Du hast deine wöchentliche Stundenzahl aufstocken lassen und warst nun jeden Tag in der Bibliothek. Als du schon fast zwei Jahre dabei warst, durftest du ans Allerheiligste. Du bekamst einen Zugang zu dem System, mit dem die Erinnerungsmails an die Nutzenden verschickt wurden. Die meisten davon werden automatisiert verschickt, aber du konntest jeder zeit eingreifen und zum Beispiel schnupsimausihasi nur jede dritte Erinnerungsmail zukommen lassen, weil sie das System nur zu gut kannte. Hier konntest du auch ihre Daten einsehen.</p>
<p>Irgendwann saßt du an einem PC, mit dem Rücken zur Ausleihtheke und hast genau diese Erinnerungen bearbeitet, da lies dich eine Stimme zusammen zucken. Ein Mädchen brachte Bücher zurück, eine Kollegin kümmerte sich um sie und beim Klang der Stimme dieses Mädchens bist du zusammen gezuckt. Du trautest dich nicht, dich nach der schönen Stimme umzusehen, konntest sie nur Schemenhaft als Spiegelung auf deinem alten Bildschirm erkennen. Schnell war sie wieder weg.<br />
Du hast gelernt, Profile zu erkennen. Wenn jemand 10-12 Bücher innerhalb weniger Tage zum selben Thema auslieh, schrieb diese Person an einer Hausarbeit. Wenn es 5 Vormerkungen für dasselbe Buch gab, wurde das gerade in irgendeinem Seminar behandelt. Wenn jemand ungefähr 5 Bücher zu einem Thema auslieh und nach 3-6 Wochen zurück brachte und zu einem anderen Thema ähnlich viele Bücher auslieh, dann lernte diese Person für ihre Abschlussprüfungen.<br />
Dann kam das Mädchen wieder. Erst hast du sie nicht erkannt, weil sie nur lächelte, ihren Ausweis auf das Lesegerät legte und dich erwartungsvoll anschaute. Du hast zurück gelächelt, bist du zu den Fächern gegangen und hast ihre Bücher geholt. Du hast die Bücher ihrer Person zugeordnet und &#8220;Bitte&#8221; gesagt, als du ihr den Stapel über die Theke geschoben hast. &#8220;Danke.&#8221; Da war sie, die Stimme und du bist zusammen gezuckt. Sie hat gelächelt, die Bücher eingepackt und ist gegangen. &#8220;Tschüss&#8221;, hat sie gesagt und du konntest nur nicken. Du hast aus den großen Fenstern geschaut, ob sie draußen vorbei gehen würde, aber sie nahm eine andere Richtung.<br />
Du hast mit dir gerungen, im System ihre Daten nachzusehen, hast aber schließlich nach ihrem Namen geguckt. Den Namen hast du dir gemerkt. Sonst nichts. Wirklich nicht. Ich glaube dir.<br />
Nach vier Wochen war die Ausleihfrist für ihre Bücher abgelaufen und sie bekam automatisierte Erinnerungsmails. Nach fünf Wochen wurden die ersten Gebühren fällig. Nach sechs Wochen wurde sie wie alle vor ihr gesperrt und musste erst ihre Bücher zurück bringen, um neue ausleihen zu können. Nach acht Wochen rief sie an. Es war reiner Zufall, dass du abgehoben hast. Du bist schon bei der Begrüßung zusammen gezuckt und als sie ihren vollen Namen nannte noch Mal. Sie hätte sich verletzt und könne die Bücher erst in 10 Tagen zurück bringen. Sie entschuldigte sich und fragte, ob man die Gebühren aussetzen könnte, sie würde auch ein Attest bringen. Nicht nötig, du verstandst, das können wir schon machen, ja gern, dann bis dann. Du sahst sofort auf den Kalender. In 10 Tagen. Ok. Du würdest da sein.<br />
Als sie kam, humpelte sie ein bisschen, setzte das linke Bein nur sehr behutsam auf. Du hast gelächelt als sie kam, sie hat auch gelächelt und fing an, ihren Fall zu erklären, während sie die Bücher auspackte. Du hast sie nicht unterbrochen. Du wolltest ihr ja zuhören. Du hattest dir das alles sehr genau überlegt. Als sie fertig mit ihrer Erklärung war, lagen 11 Bücher vor dir auf dem Tisch und ihr Attest. &#8220;Danke, das Attest brauchen wir nicht. Ich war am Telefon als du angerufen hast und habe das alles geklärt. Geht es dir denn besser?&#8221; Danke ja, ungeschickt Handball gespielt, aber es geht schon wieder. Du loggst ihre Bücher zurück in das System und kassierst die Gebühren. Als du das Geld hast, sagst du: &#8220;Jetzt kannst du wieder Bücher ausleihen.&#8221; &#8211; &#8220;Prima, danke. Ich habe nämlich auch noch einiges zu tun.&#8221; Sie lächelte, Tschüss und ging. Ein Kollege machte dich darauf aufmerksam, dass du Nutzende Siezen sollst, auch wenn sie so alt sind wie du.<br />
Sie hatte Bücher über einen holländischen Autor und zur Geschichte Amsterdams ausgeliehen. Du liehst selbst einen Gedichtband vom selben Autor aus.<br />
Nach drei Wochen kam sie wieder. Du sahst sie schon durchs Fenster. Sie stellte ihr Rad draußen ab, schloss es an und kam herein. Sie lächelte dich an, legte ihren Ausweis aufs Lesegerät und du holtest ihre Bücher. 6 Werke zur Weimarer Klassik. Als sie mit den Büchern gehen wollte, sagtest du: &#8220;Viel Erfolg bei der Prüfung.&#8221; Sie drehte sich um, lächelte und sagte: &#8220;Danke.&#8221; stutzte aber dann und sagte: &#8220;Aber ich habe doch gar nicht erzählt, dass ich Prüfungen habe!?&#8221; Du wurdest rot, hast entschuldigend gelächelt und gesagt: &#8220;Naja, für eine Hausarbeit sind das zu wenig Bücher, oder?&#8221; &#8220;Stimmt.&#8221; Sie lächelte und ging. Das war knapp.<br />
So ging das vier Monat lang. Jedes Mal wenn sie Bücher zurück brachte und für eine neue Prüfung auslieh, fragtest du freundlich nach ihrem Bein, nach dem Verlauf der Prüfungen oder ihrem Rad und ob sie bei dem Wetter wirklich&#8230; Ein Mal kam sie und es war ein anderer Schalter mit einer Kollegin frei, sie wartete aber, bis du einen Jungen fertig bedient hattest und kam zu dir. Da wollte sie etwas zur Fernleihe wissen und du hast ihr alles erklärt und versprochen dafür zu sorgen, dass der Aufsatz schnell da sein würde &#8211; rechtzeitig zu ihrer letzten Prüfung.<br />
Dann setztest du dich sofort an den Rechner und hast dich um ihre Fernleihe gekümmert. Schon nach drei Tagen war der Aufsatz da. Aber du zögertest, ihr die Standardmail zustellen zu lassen. Ihre letzte Prüfung. Gut möglich, dass sie danach nie wieder kommen würde. Und ich glaube, da hast du noch ein bisschen nachgedacht und dann aber für deine Verhältnisse sehr schnell und sehr spontan gehandelt. Du hast die Mail losgeschickt und die Tackernadel mit der die von ihr gewünschten Kopien des Aufsatzes zusammengehalten wurden, geöffnet. Du hast auf einen Zettel geschrieben: &#8220;Herzlichen Glückwunsch zum Abschluss. Wenn ich darf, würde ich Dich gerne wieder sehen.&#8221; Dann deinen Namen und deine Telefonnummer. Dann hast du den ganzen Aufsatz kopiert, damit die Kopien auf demselben Papier waren wie deine Botschaft und hast alles zusammen getackert. Als sie den Aufsatz abholen kam, warst du nicht da. Du hast nur am nächsten Tag gesehen, dass er weg war.<br />
Dann geschah mehrere Wochen nichts und du musstest dich selbst um deinen Abschluss kümmern und warst immer seltener in der Bibliothek.</p>
<p>Es war an einem deiner letzten Tage in der Universitätsbibliothek und kurz vor Weihnachten. Da kam sie noch Mal. Sie hatte zwei Bücher in der Hand und wartete wieder darauf, dass du Zeit für sie hättest, lies andere Wartende vor, um von dir bedient zu werden. Sie lächelte und legte die Bücher auf die Theke: &#8220;Die letzten, die zurück gehen.&#8221; Du lächeltest und nahmst das erste Buch, um anhand der Signatur das Buch wieder ins System einzugeben. &#8220;Das Buch ist nicht von uns. Solche Signaturen haben wir nicht.&#8221; &#8211; &#8220;Oh, ach so. Tschuldigung. Tschüss!&#8221; Sie nahm die Bücher und ging. Auf der Theke vor dir blieb ein Umschlag liegen, auf dem stand dein Name. Den hast du schnell eingesteckt, damit niemand etwas bemerkte. Du hast dann ruhig und konzentriert deine Schicht zu ende gemacht, deine Jacke genommen und bist an die frische Luft gegangen. Draußen, vor dem Gebäude, hast du den Umschlag geöffnet.<br />
Dann bist du in den CIP-Pool gegangen um sie dort zu treffen. Zu deiner Überraschung saß sie dort hinter der Theke. Dann habt ihr euch ein bisschen unbeholfen unterhalten und seid miteinander ausgegangen. Bei einem Spaziergang hat sie dir erklärt, dass du ihr auch aufgefallen warst und sie schon vor deinem Zettel wusste, wer du bist. Als Mitarbeiterin des CIP-Pools konnte sie einsehen, welche Studierenden Sonderrechte, wie etwa den Zugriff auf das Allerheiligste der Universitätsbibliothek, hatten. Damit war sie noch nicht ganz sicher gewesen, wer du warst, aber bei ihrem Anruf hattest du dich mit deinem Nachnamen gemeldet und den hatte sie sich gemerkt. Und dann wart ihr sehr lange zusammen.</p>
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		<title>Reisenotizen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 16:59:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gedanken von unterwegs. Weil man in Zügen so viel Zeit zu denken hat.
Hildesheim sieht aus wie Freiburg-Vauban. Ach diese Lohas. (17.10., 13:33 Uhr)
An meine Lieblingsleserin:
Zug hält in Bremen. Ich winke, auch wenn du weg bist! (25.8., 04:59 Uhr)
Mein Zug fuhr grad durch Bremen und ich habe gewunken >.< Aber immer nur winken ist ja auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gedanken von unterwegs. Weil man in Zügen so viel Zeit zu denken hat.</p>
<p>Hildesheim sieht aus wie Freiburg-Vauban. Ach diese Lohas. (17.10., 13:33 Uhr)</p>
<p><em>An meine Lieblingsleserin:</em><br />
Zug hält in Bremen. Ich winke, auch wenn du weg bist! (25.8., 04:59 Uhr)<br />
Mein Zug fuhr grad durch Bremen und ich habe gewunken >.< Aber immer nur winken ist ja auch doof&#8230; (2.9., 14:25 Uhr)<br />
LALALALA. Heute fährt mein Zug voll nicht durch Bremen, sondern durch Lüneburg. Zieh doch dahin, dann kann ich winken! (29.9., 23:09)</p>
<p>Auf dem Lüneburger Bahnhof riecht es nach nassem Sand, Pilzen, Wald und Wiesen. Willkommen in der Heide. (29.9., 22:46 Uhr)</p>
<p>Büchen hat 5 Bahnsteige: 1, 4, 40, 41 und 140. Die spinnen, die Römer. (7.8., 22:16 Uhr)</p>
<p>Wenn der Weg das Ziel und ankommen nicht mehr so wichtig ist &#8211; Steige in FfM willkürlich in Züge, deren Richtung grob stimmt. Weil alle Anzeigen defekt und alle Ansagenden schon im Bett sind. So müssen sich Hipster-Survivaltrips anfühlen. (9.10., 02:34 Uhr)</p>
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		<title>Verloren &amp; Vermisst</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 19:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schuehsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Update 21.10.:
YESSSS!!! Es ist tatsächlich mein Taschenbegleiter und nichts fehlt! Was bin ich erleichtert. Toll. Vielen Dank an alle, die geholfen haben &#8211; vor allem natürlich an Lucie!
Update 20.10.:
Ein Zettel der Post behauptet, dass die Sendung von Lucie in der Filiale auf mich wartet. Morgen kann ich sie abholen.
Update 19.10., 17 Uhr:
Endlich habe ich telefonisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Update 21.10.:</strong><br />
YESSSS!!! Es ist tatsächlich mein Taschenbegleiter und nichts fehlt! Was bin ich erleichtert. Toll. Vielen Dank an alle, die geholfen haben &#8211; vor allem natürlich an <a href="http://www.twitter.com/Autofocus">Lucie</a>!</p>
<p><strong>Update 20.10.:</strong><br />
Ein Zettel der Post behauptet, dass die Sendung von <a href="http://www.twitter.com/Autofocus">Lucie</a> in der Filiale auf mich wartet. Morgen kann ich sie abholen.</p>
<p><strong>Update 19.10., 17 Uhr:</strong><br />
Endlich habe ich telefonisch jemanden erreicht. Es klingt wirklich nach meinem Taschenbegleiter. Auf twitter habe ich um Hilfe gebeten und <a href="http://www.twitter.com/Autofocus">Lucie</a> hat sich bereit erklärt, den Kalender für mich abzuholen. Herzlichen Dank!</p>
<p><strong>Update 19.10., 12 Uhr:</strong><br />
Die Post hat ein Schreiben gebracht, demnach mein Taschenbegleiter angeblich in Frankfurt am Main liegt. Allerdings sind in dem Schreiben sowohl meine Adresse als auch die Nummer der Verlustmeldung falsch angegeben. Ich trau dem Braten noch nicht ;)</p>
<p>Heute habe ich einen schrecklichen Verlust bemerkt. Am 14.10. habe ich bis Wolfsburg im ICE 276 (Wagen 1, Platz 21) gesessen. In den Zug bin ich mit meinem <a href="http://www.roterfaden.de/Alle-ROTERFADEN-Produkte/TASCHENBEGLEITER-KONFIGURATOR.html">Taschenbegleiter von Roterfaden</a> eingestiegen, aber leider ohne wieder ausgestiegen. Er ist blau und voll gestopft. Ich habe meinen Kalender im Zug vergessen. Ein Kalender kann ein Kalender sein. Mein Kalender ist mein Visitenkartenetui, mein Notizzettel, mein Telefonbuch, mein Stundenbuch, meine Spruchsammlung und eben auch mein Kalender. Der Verlust so einer Ansammlung ist nie praktisch, aber gerade jetzt ist er für mich besonders doof &#8211; ich habe in den nächsten 5 Monaten 6 Prüfungen und alle, ausnahmslos alle Notizen zu Themen und Ablauf dieser Prüfungen stehen in diesem Kalender. Ich würde eine Menge dafür tun, meinen Taschenbegleiter wieder zu bekommen. Gerne so schnell wie möglich.</p>
<p>Sachdienliche Hinweise nehme ich gern unter  <a href="mailto:moi@schuehsch.net">moi@schuehsch.net</a> entgegen. Zur Not auch Lösegeldforderungen ;) In jedem Fall verspreche ich eine kleine Belohnung. Und sollte der Finder oder die Finderin in Erwägung ziehen, den Taschenbegleiter zu behalten &#8211; ich sitze quasi an der Quelle und verspreche gern die Vermittlung eines eigenen Modells, wenn ich meinen zurück bekommen habe. Die Deutsche Bahn habe ich natürlich schon gefragt. Danke für Hinweise.</p>
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		<title>Eine Woche im September 2001</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 07:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schuehsch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[September 2001]]></category>
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		<category><![CDATA[Vernissage]]></category>

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		<description><![CDATA[ Ich bin zu einer Ausstellung eingeladen worden. Reinhard Karger war im September 2001 in New York und hat dort Bilder gemacht. Auch am 11. September und danach. 10 Jahre nach dem Datum werde diese nun in einer Fotoausstellung gezeigt. Ich kenne Reinhards politisches Fingerspitzengefühl und bin schon sehr gespannt. Noch dazu kann man auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://schuehsch.net/wp-content/uploads/September2001_reinhardkarger.jpg" rel="lightbox"><img src="http://schuehsch.net/wp-content/uploads/September2001_reinhardkarger-300x224.jpg" alt="(c) Reinhard Karger, http://september-2001.net/" title="September2001_reinhardkarger" width="300" height="224" align="left" vspace="3" hspace="3" class="size-medium wp-image-1046" /></a> Ich bin zu einer Ausstellung eingeladen worden. <a href="http://www.steamtalks.de/">Reinhard Karger</a> war im September 2001 in New York und hat dort Bilder gemacht. Auch am 11. September und danach. 10 Jahre nach dem Datum werde diese nun in einer Fotoausstellung gezeigt. Ich kenne Reinhards politisches Fingerspitzengefühl und bin schon sehr gespannt. Noch dazu kann man auf dem Plakat schon einige Bilder sehen und die sind schön &#8211; oder wären es, wenn man nicht genau wüsste, woher der Rauch kommt und was das tolle Licht trüben wird. Die Ausstellung wird am 13. August eröffnet und geht bis zum 3. Oktober. Zu sehen sind die Bilder in der <a href="http://www.patton-trust.org/">Patton Stiftung: Sustainable Trust</a> (Saargemünder Straße 70, 66119 Saarbrücken), Mittwoch bis Freitag jeweils von 10 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. Mehr Informationen gibt es <a href="http://www.facebook.com/pages/Eine-Woche-im-September-2001/235804816451248?sk=wall">auf der Facebook-Seite</a> und dort kann man sich auch zur Vernissage anmelden (schade, dass gerade Facebook&#8230;).</p>
<p>Außerdem gibt es noch eine <a href="http://september-2001.net/">Seite zur Ausstellung</a>: Die ist besonders erwähnenswert, weil dort in den Kommentaren auch Erzählungen der Nutzer gesammelt werden: &#8220;<a href="http://september-2001.net/wo-warst-du-am-11-september/">Wo warst Du am 11. September 2001?</a>&#8221;</p>
<blockquote><p>&#8220;Der 11. September 2001, ein Dienstag, ist ein Tag, an den sich jeder erinnert. Und jeder weiß, wo er gewesen ist, wie er von den Anschlägen in den USA erfahren hat.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mir gefällt die schlichte Umsetzung und wie klein die Geschichten über so einen großen Tag sind. Schreibt euch dazu und wer kann, sollte sich diese Ausstellung anschauen. Eine spannende Idee, Reinhard! Und danke für dien Einladung :)</p>
<p>Bild: (c) Reinhard Karger, <a href="http://september-2001.net/">http://september-2001.net</a></p>
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		<title>Marie</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 10:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schuehsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen und Antworten]]></category>
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Drüben bei Beetlebum, der autobiografischen online Graphic Novel von Johannes Kretzschmar, ist ein ein besonders toller Comic erschienen. Das ist schon was wert, wenn ein Mann klar formulieren kann, dass er sich durch Frauen die &#8220;alles&#8221; können in seiner Männlichkeit bedroht fühlt. Schade aber, dass es Männern überhaupt so geht. Begegnet einem viel zu oft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://blog.beetlebum.de/2011/07/27/marie/"><img alt="Beetlebum Marie" src="http://blog.beetlebum.de/wp-content/uploads/2011/07/marie_de.jpg" width="400" height="712" /></a>
<p>Drüben bei Beetlebum, der autobiografischen online Graphic Novel von Johannes Kretzschmar, ist ein ein besonders toller Comic erschienen. Das ist schon was wert, wenn ein Mann klar formulieren kann, dass er sich durch Frauen die &#8220;alles&#8221; können in seiner Männlichkeit bedroht fühlt. Schade aber, dass es Männern überhaupt so geht. Begegnet einem viel zu oft und hat selten positive Konsequenzen. Und es passt auch sehr gut zu Berlin.<br />
Passiert das eigentlich auch Frauen? Dass Frauen sich von Männern in ihrer Weiblichkeit bedroht fühlen?</p>
<p>Danke für den tollen Comic!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>100 Punkte</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 10:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schuehsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir sitzen zu zweit in der Küche und ich öffne ein Päckchen, das gerade mit der Post gekommen ist. Darin liegen Gutscheine für Rabatte bei einem Reisevermittler, einer online-Drogerie und einer Datingplattform. &#8220;So ein Scheiß, wer braucht denn sowas?&#8221; murmle ich vor mich hin. Meine Mitbewohnerin: &#8220;Och du, es gibt viele Leute, die nicht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sitzen zu zweit in der Küche und ich öffne ein Päckchen, das gerade mit der Post gekommen ist. Darin liegen Gutscheine für Rabatte bei einem Reisevermittler, einer online-Drogerie und einer Datingplattform. &#8220;So ein Scheiß, wer braucht denn sowas?&#8221; murmle ich vor mich hin. Meine Mitbewohnerin: &#8220;Och du, es gibt viele Leute, die nicht die Zeit haben&#8230;&#8221;, sie schaut mich an, &#8220;&#8230;jemanden auf Twitter kennen zu lernen.&#8221;</p>
<p>100 Punkte für die Kandidatin.</p>
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		<title>Papa, warum?</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 07:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schuehsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stellen wir uns vor, wir führen mit dem Rad zur Uni, mit dem Rad zur Arbeit, mit dem Rad einkaufen. Machen wir alles, täglich, wöchentlich, wann immer nötig.
Bei unserem letzten Einkauf waren die Taschen am Gepäckträger wirklich voll, Kartoffeln und Toilettenpapier hatten wir mit Expandern auf dem Gepäckträger befestigt. Gerade schließen wir das Fahrradschloss auf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stellen wir uns vor, wir führen mit dem Rad zur Uni, mit dem Rad zur Arbeit, mit dem Rad einkaufen. Machen wir alles, täglich, wöchentlich, wann immer nötig.</p>
<p>Bei unserem letzten Einkauf waren die Taschen am Gepäckträger wirklich voll, Kartoffeln und Toilettenpapier hatten wir mit Expandern auf dem Gepäckträger befestigt. Gerade schließen wir das Fahrradschloss auf, um los zufahren, da kommen ein Kind und sein Vater aus dem Geschäft. Sie unterhalten sich. Als sie am Rad vorbei gegangen sind, fragt das Kind seinen Vater: &#8220;Papa, warum ist das alles auf dem Rad? Mit dem Auto wäre doch viel einfacher.&#8221; Der Vater lapidar: &#8220;Arme Leute können sich kein Auto leisten.&#8221; Wir stutzen, steigen aber aufs Rad und fahren los. Und halten wieder an. Wollen wir das so stehen lassen? Wir sehen und nach den beiden um. Sie stehen an einem fetten Mercedes und räumen Bio-Produkte ins Auto. Ok, das wird so nicht stehen gelassen.</p>
<p>Zurück fahen und sagen: &#8220;Ich habe euer Gespräch gehört und will das selbst erklären. Ich packe alles auf mein Rad, weil ich kein Auto habe, soweit hat dein Vater recht. Ich habe aber kein Auto, weil ich kein Auto will, nicht weil ich arm bin.&#8221; Das Kind schaut nur. Der Vater ist genervt: &#8220;Jaja, ist ja gut.&#8221; &#8220;Nein, es ist nicht gut. Wenn Sie meinen, dass Sie etwas Gutes tun, weil sie Bio kaufen, dann aber mit dieser riesen Karre zum Zigaretten holen fahren würde ich Ihnen empfehlen noch mal nachzudenken. Vor allem, bevor Sie Ihrem Kind so einen Scheiß erzählen.&#8221; Vater: &#8220;Äh&#8230;&#8221; &#8220;Kleines, wenn du wirklich etwas lernen willst, würde ich immer die Leute fragen, über die du etwas wissen willst. Nicht deinen Vater.&#8221; &#8220;Das sagt Mama auch immer.&#8221; Grinsen, aufsteigen, los fahren.</p>
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		<title>Unter Wasser</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 10:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schuehsch</dc:creator>
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Von Hörspielen und Haferflocken.
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			<content:encoded><![CDATA[<p></p>
<div align="center"><a href="http://www.schuehsch.net/wp-content/uploads/0709herzchen.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.schuehsch.net/wp-content/uploads/0709herzchen.jpg" alt="Herzchen im Dreck" width="350" height="194" /></a></div>
<p></p>
<div align="center">Von Hörspielen und Haferflocken.</div>
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		<title>Hirne im Theater</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 08:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schuehsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag waren Hirne im Theater (haha). Nun ja, diese Anspielung auf den Artikel &#8220;Wenn im Theater gehirnt wird&#8221; in der Saarbrücker Zeitung, muss erlaubt sein. Jedenfalls geht es um den ersten Scientific Slam, der in Saarbrücken statt gefunden hat und eben dieses denkwürdige Ereignis trug sich am Sonntag im Theater im Viertel zu. 
Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag waren Hirne im Theater (haha). Nun ja, diese Anspielung auf den <a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarbruecken/Dichterdschungel-Science-Slam;art2806,3843509#.ThxMXxLPlIh">Artikel &#8220;Wenn im Theater gehirnt wird&#8221; in der Saarbrücker Zeitung</a>, muss erlaubt sein. Jedenfalls geht es um den ersten Scientific Slam, der in Saarbrücken statt gefunden hat und eben dieses denkwürdige Ereignis trug sich am Sonntag im <a href="http://www.dastiv.de/">Theater im Viertel</a> zu. </p>
<p>Es traten auf:</p>
<li>Dr. Gilbert Mohr (Neurologe) über die linke Hand &#038; warum sie etwas besonderes ist</li>
<li>Markus Hansen (Neurologe) referierte über Qigong-Fieber in China</li>
<li>Hauke Trustorff (Psychologe) sprach über seine These, dass schöne Tiere näher bei Gott leben dürfen</li>
<li>Prof. Jörg Siekmann (Experte für Künstliche Intelligenz) zum Klassenzimmer der Zukunft</li>
<li>Michael Bauer (Chemiker) erklärte seine Wärmepumpe als alternative Form der Energiegewinnung.</li>
<p>Ganz eindeutig gewann Kai Kühne mit einem Vortrag über empirische Sozialforschung zu tendenziöser Arbeitsrechtsprechung. Besonders gelungen waren seine Folien: Nur Bilder. Augenscheinlich selbstgezeichnet symbolisierten Bärenfelle die Fälle vor Gericht und Uhrteile die Urteile. Unheimlich komisch, wir haben viel gelacht.</p>
<p>Organisiert war Sientific Slam (kennt man eher als Science Slam) vom <a href="http://dichterdschungel.de/">Dichterdschungel-Team</a> und wie gewohnt schnoddrig-nur-halb-vorbereitet-moderiert von <a href="http://www.christoph-endres.de/index-en.html">Christoph Endres</a>. Der nächste Poetry Slam findet am 14.10.2011 in der <a href="http://www.camerazwo.citykinos.de/">Camera Zwo</a> statt. Und, ganz neu, interessant und von Christoph während des Slams sogar empfoheln: In der <a href="http://www.sparte4.de/">Sparte 4</a> gibt es am 21. Oktober ab 21 Uhr auch einen Science Slam &#8211; nicht vom Dichterdschungel. Und das in Saarbrücken ;)</p>
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