Mein Handy ist bescheuert. Ich mag es nicht. Brauche dringend ein ordentliches. Ich will ein richtig tolles. An das iPhone glaube ich noch nicht und an diese Geschichte aus dem Hause google, will ich erst mal in Händen halten und dann lästern. Also schreibe ich jetzt nicht darüber, was für ein Telefon ich mir kaufe und warum – inklusive unvermeidlicher Technik-Schnickschnack-Abwägungen. Lieber schreibe ich mir die Frustration im Sinne von alles-scheiße-nichts-geht vom Leib.
Ganz speziell habe ich es heute auf (more…)
Die MultiBox ist toll. Ich habe jetzt extra 24 Stunden mit dem Schreiben der Rezension gewartet, weil ich immer so euphorisch bin, aber ich bin immer noch euphorisch.
Man kann in der MultiBox essen und es gibt jeden Tag ein anderes Gericht (die Wochenspeisekarte wird auf der Homepage veröffentlicht), aber natürlich mit Ausweichmöglichkeiten, falls man das Tagesgericht nicht mag. Darüberhinaus gibt es viele kleinere Gerichte wie Wraps, Kuchen, Salate und Burger. Die Gerichte sind abwechslungsreich. Von deftigen saarländischen Gerichten über Gutbürgerliches bis hin zu hoher Küche ist alles dabei. Preislich absolut erschwinglich (auch hier noch mal der Hinweis auf die Homepage, dort stehen auch Preise).
Getränke nimmt man sich einfach vorne aus den Kühlschränken, sucht sich einen Platz, schaut auf die Karte und dann kommt auch schon ein Kellner. Von Tim und David bedient und beraten zu werden macht Spaß. Die beiden sind nett, haben tolle Ideen und sind sehr freundlich und offen.
Das Essen ist überaus lecker. Schon ein kleiner Salat als Vorspeise ist mit angebratenen Champions, Paprika, Tomaten, Sesamkernen, kunstvoll drapierten Nudel-Gebilden und dekorativ verteiltem Dressing ist hübsch und schmackhaft. Mit viel Liebe zum Detail und noch mehr Liebe zu gutem Essen wird hier zubereitet. Die Portionen sind großzügig, aber nicht überdimensioniert.
Gespeist wird mit Esskultur. Das Restaurant ist stilsicher und gemütlich eingerichtet. Von bequemen Sofas über elegante Barhocker gibt es viele Sitzgelegenheiten, alles farblich abgestimmt in hellen Räumen.
Seit dem 25.8. gibt es laut Homepage einen Lieferservice, den habe ich aber noch nicht ausprobiert. Sollte ich wohl mal machen, vielleicht offenbart sich mir dann, warum das Restaurant ausgerechnet MultiBox heißt.
Das Restaurant gibt es seit etwa drei Monaten und es liegt an einer der Ausfallstraßen in Richtung Frankreich. Trotzdem ist der Laden super zu erreichen: die Busse 106 und 107 halten direkt vor der Tür (Haltestelle Keplerstraße), einige Parkplätze sind vorhanden.
Das Motto “Futtern wie bei Muttern” ist mit Sicherheit schon mal da gewesen, ich finde aber, dass es hier nicht zu viel versprochen ist. Ich habe mich wohl gefühlt, bin satt geworden und komme gerne wieder.
Mein Beitrag zu MultiBox – ich bin schuehsch – auf Qype.
Manchmal bin ich in Drogerie-Märkten und kaufe dort ein. Neulich kaufte ich dort einen Stift. Achtung, Männer, ab jetzt kommt nur noch redundanter Frauen-Schwachsinn, lest mal was anderes! Ich trage seit Jahren Kajal (Ja, Männer, auf Wikipedia steht, was das ist), habe aber nur den ersten kleinen Bruchteil dieser Zeit tatsächlich die Stifte für den Lidstrich benutzt.
Sehr viel mehr Morgen (danke an die brunchbox für das Prägen und direkt positive Konnotieren dieses Plurals) habe ich mit Liquid Eyelinern (ab jetzt verlässt uns Wikipedia, die verstehen den Unterschied nicht; und überhaupt, Kerl: Was liest Du noch hier?) vor einem Spiegel verbracht. Ich habe Produkte verschiedener Firmen probiert, keine rechte Präferenz gehabt nur zwei Dinge haben sich als wichtig heraus gestellt: 1. nicht den ALLERbilligsten kaufen. Die Tusche kann so… billig sein, dass einem die Wimpern ausfallen (gilt ja auch genau so und eigentlich noch viel mehr für Mascara). 2. mit der Form und Stabilität der Pinsel- / Stiftspitze steht und fällt alles. Für mich funktionieren kleine Pinsel schlechter als die Stifte mit den Filzspitzen. Und da habe ich nun ein Modell entdeckt, das ganz toll zu sein verspricht: Liquid Eye Liner von Nivea Beauté.
Anmalen kann man sich mit dem ganz gut, sogar so, dass keine Korrekturen nötig sind, aber in der B-Note gibt es große Abzüge. Die Handhabung ist katastrophal.
Die Kappe muss man mit viel Kraft abziehen, woran ich morgens im Bad häufig mit entweder feuchten oder cremigen Händen scheitere. Natürlich soll der Stift nicht austrocknen, weshalb er fest zu verschließen sein muss, aber das muss anders zu lösen sein, ehrlich (Hurrah für Gewinde! Handwerker, are you with me?).
Auf dem Stift steht “Mit der Spitze nach unten aufbewahren”. Gern, aber wie? Die Kappe ist zwar immerhin abgeflacht, bietet aber nicht genügend Fläche. Wenn ich den wie selbst gewünscht auf die Kappe gestellten Stift auch nur anatme, fällt er schon wieder um. Das ist ungefähr so wie “Verbinden Sie alles mit der roten Schraube” und dann keine rote Schraube beilegen (Ja, wer als männlicher Leser bis hierhin durchgehalten hat wird belohnt). Jaja, man kennt das.
Also, Nivea Beauté, macht da mal bitte neue Kappen drauf.
kthxbye.
‘n büschen spät, but still.
So läuft das heute: Katti, ihres Zeichens Internet-Mädchen aus Bochum twitpicte vor ein paar Wochen ein Bild von einem Instant-Tee. Honigartiges Zeug von nectaflor, genannt MyTea, das sich in Wasser lösen und einen leckeren Tee ergeben soll. Als neugieriges Mädchen fragte ich sie in direkter Nachricht, wo es das denn gäbe und bekam auch prompt die Antwort: “noch nicht wirklich probiert, gibts in vier Sorten (Exotik-Grüntee, Kräuter, Zwetschge-Salbei, Beere), gekauft bei dm. Teuer.” Also stiefelte ich in Flip-Flops zu einer Filiale der Drogerie-Kette dm um Instant-Tee zu kaufen. Um diesen Teil abzukürzen: Das gestaltete sich erstaunlich schwierig. Sowas gab es nicht und wie man mir in gepflegtem Saarländisch erklärte, gäb es sowas auch nicht. Naja, das wusste ich zwar besser, brachte aber nicht genügend Elan auf, der Verkäuferin das Konzept von twitter, twitpic und überhaupt dem Web2.0 zu erklären. Allein mal in unserer Fußgängerzone hat dm ja immerhin zwei Filialen. Aber auch die zweite Filiale hatte das Zeug nicht. Und Rossmann auch nicht. 
So gingen Wochen ins Land. Dann gab es doch tatsächlich dieses Instant-Tee-Zeug auch im Saarbrücker dm. W-a-h-n-s-i-n-n! Mittlerweile gab es online in Kattis Blog bereits einen Erfahrungsbericht über die Sorte “Fruchtige Beeren”. Da schnitt das Zeug eher mies ab, zu süß meint die Kollegin.
Also habe ich eine andere Sorte – Zwetschgen Salbei – zugelegt und ausprobiert. Und jetzt bin ich auch da, wo dieser Text hin soll und aber eigentlich auch direkt schon wieder vorbei ist. Nämlich: war gar nicht schlecht. Es schmeckt nach dem, wonach es laut Packung schmecken soll. Es schmeckt nicht so, wie ein gewöhnlicher Aufguss, nein, sondern ist schon ganz ordentlich gesüßt. Mir ist das aber nicht zu viel. Bemerkenswert: sogar in kaltem Wasser löst sich das Konzentrat tatsächlich problemlos auf. Farblich ganz nett – sieht halbwegs nach Tee aus. Was ich nicht mag und weshalb ich es wahrscheinlich auch nicht wieder kaufen werde: der Nachgeschmack, den Sirupe und Instant-Getränke so häufig mit sich bringen.
Ja, so läuft das heute. Ich kaufe mir, was Leute ein paar 100 Kilometer entfernt von mir nicht lecker finden, weil ich neugierig bin und jeder Schritt ist nachvollziehbar, irgendwo im Internet dokumentiert. Man kann das beängstigend finden oder einfach alles, was man an Medienkompetenz und Menschenvertrauen hat, zusammenkratzen und sich hineinstürzen. Das gilt nicht nur für Privatpersonen. Wenn wir alle Glück haben, lesen das alles nämlich auch die Instant-Tee-Hersteller und feilen noch ein bisschen an ihrem Produkt.