k(n)app daneben

Test, mit Bild — Tags: , , , , — schuehsch @ 16. August 2008, 11:02

Manchmal bin ich in Drogerie-Märkten und kaufe dort ein. Neulich kaufte ich dort einen Stift. Achtung, Männer, ab jetzt kommt nur noch redundanter Frauen-Schwachsinn, lest mal was anderes! Ich trage seit Jahren Kajal (Ja, Männer, auf Wikipedia steht, was das ist), habe aber nur den ersten kleinen Bruchteil dieser Zeit tatsächlich die Stifte für den Lidstrich benutzt. Sehr viel mehr Morgen (danke an die brunchbox für das Prägen und direkt positive Konnotieren dieses Plurals) habe ich mit Liquid Eyelinern (ab jetzt verlässt uns Wikipedia, die verstehen den Unterschied nicht; und überhaupt, Kerl: Was liest Du noch hier?) vor einem Spiegel verbracht. Ich habe Produkte verschiedener Firmen probiert, keine rechte Präferenz gehabt nur zwei Dinge haben sich als wichtig heraus gestellt: 1. nicht den ALLERbilligsten kaufen. Die Tusche kann so… billig sein, dass einem die Wimpern ausfallen (gilt ja auch genau so und eigentlich noch viel mehr für Mascara). 2. mit der Form und Stabilität der Pinsel- / Stiftspitze steht und fällt alles. Für mich funktionieren kleine Pinsel schlechter als die Stifte mit den Filzspitzen. Und da habe ich nun ein Modell entdeckt, das ganz toll zu sein verspricht: Liquid Eye Liner von Nivea Beauté.
Anmalen kann man sich mit dem ganz gut, sogar so, dass keine Korrekturen nötig sind, aber in der B-Note gibt es große Abzüge. Die Handhabung ist katastrophal. Die Kappe muss man mit viel Kraft abziehen, woran ich morgens im Bad häufig mit entweder feuchten oder cremigen Händen scheitere. Natürlich soll der Stift nicht austrocknen, weshalb er fest zu verschließen sein muss, aber das muss anders zu lösen sein, ehrlich (Hurrah für Gewinde! Handwerker, are you with me?).
Auf dem Stift steht “Mit der Spitze nach unten aufbewahren”. Gern, aber wie? Die Kappe ist zwar immerhin abgeflacht, bietet aber nicht genügend Fläche. Wenn ich den wie selbst gewünscht auf die Kappe gestellten Stift auch nur anatme, fällt er schon wieder um. Das ist ungefähr so wie “Verbinden Sie alles mit der roten Schraube” und dann keine rote Schraube beilegen (Ja, wer als männlicher Leser bis hierhin durchgehalten hat wird belohnt). Jaja, man kennt das.
Also, Nivea Beauté, macht da mal bitte neue Kappen drauf.
kthxbye.

Wo bin ich?

Uni, mit Bild — Tags: , — schuehsch @ 12. August 2008, 16:46

Damit die Saarbrücker Studenten und andere Campus-Besucher jetzt auch endlich offiziell wissen, wo sie eigentlich gerade sind - ein hübsches neues Straßenschild.

Mit anderen Augen

mit Bild — Tags: , — schuehsch @ 5. August 2008, 22:55

Berlin im Mai.


Gesehen am Ostbahnhof.


Am Spreeufer (zwischen Bundestag und Hauptbahnhof; “Big Beuys don’t cry”).


Blick aus dem Fenster hinter dem ich genächtigt habe.

ver-bunden.

Alltag, Links, Test, mit Bild — Tags: , , , , , — schuehsch @ 1. August 2008, 12:24

‘n büschen spät, but still.
So läuft das heute: Katti, ihres Zeichens Internet-Mädchen aus Bochum twitpicte vor ein paar Wochen ein Bild von einem Instant-Tee. Honigartiges Zeug von nectaflor, genannt MyTea, das sich in Wasser lösen und einen leckeren Tee ergeben soll. Als neugieriges Mädchen fragte ich sie in direkter Nachricht, wo es das denn gäbe und bekam auch prompt die Antwort: “noch nicht wirklich probiert, gibts in vier Sorten (Exotik-Grüntee, Kräuter, Zwetschge-Salbei, Beere), gekauft bei dm. Teuer.” Also stiefelte ich in Flip-Flops zu einer Filiale der Drogerie-Kette dm um Instant-Tee zu kaufen. Um diesen Teil abzukürzen: Das gestaltete sich erstaunlich schwierig. Sowas gab es nicht und wie man mir in gepflegtem Saarländisch erklärte, gäb es sowas auch nicht. Naja, das wusste ich zwar besser, brachte aber nicht genügend Elan auf, der Verkäuferin das Konzept von twitter, twitpic und überhaupt dem Web2.0 zu erklären. Allein mal in unserer Fußgängerzone hat dm ja immerhin zwei Filialen. Aber auch die zweite Filiale hatte das Zeug nicht. Und Rossmann auch nicht. instant_tee_my_tea
So gingen Wochen ins Land. Dann gab es doch tatsächlich dieses Instant-Tee-Zeug auch im Saarbrücker dm. W-a-h-n-s-i-n-n! Mittlerweile gab es online in Kattis Blog bereits einen Erfahrungsbericht über die Sorte “Fruchtige Beeren”. Da schnitt das Zeug eher mies ab, zu süß meint die Kollegin.
Also habe ich eine andere Sorte - Zwetschgen Salbei - zugelegt und ausprobiert. Und jetzt bin ich auch da, wo dieser Text hin soll und aber eigentlich auch direkt schon wieder vorbei ist. Nämlich: war gar nicht schlecht. Es schmeckt nach dem, wonach es laut Packung schmecken soll. Es schmeckt nicht so, wie ein gewöhnlicher Aufguss, nein, sondern ist schon ganz ordentlich gesüßt. Mir ist das aber nicht zu viel. Bemerkenswert: sogar in kaltem Wasser löst sich das Konzentrat tatsächlich problemlos auf. Farblich ganz nett - sieht halbwegs nach Tee aus. Was ich nicht mag und weshalb ich es wahrscheinlich auch nicht wieder kaufen werde: der Nachgeschmack, den Sirupe und Instant-Getränke so häufig mit sich bringen.
Ja, so läuft das heute. Ich kaufe mir, was Leute ein paar 100 Kilometer entfernt von mir nicht lecker finden, weil ich neugierig bin und jeder Schritt ist nachvollziehbar, irgendwo im Internet dokumentiert. Man kann das beängstigend finden oder einfach alles, was man an Medienkompetenz und Menschenvertrauen hat, zusammenkratzen und sich hineinstürzen. Das gilt nicht nur für Privatpersonen. Wenn wir alle Glück haben, lesen das alles nämlich auch die Instant-Tee-Hersteller und feilen noch ein bisschen an ihrem Produkt.

nicht alles, aber viel

mit Bild — Tags: , — schuehsch @ 19. July 2008, 19:45

Trotz umfassender Widrigkeiten habe ich mich in den zwei Wochen offline-Urlaub (tatsächlich habe ich das Internet nur benutzt um eine Zugverbindung für die Heimfahrt zu finden und das Handy blieb auch locker mal 60 Stunden aus) wunderbar erholt. Und ich möchte glauben, dass das dem vielen Wasser zu verdanken ist…

Kitilop 08

mit Bild — Tags: , , , , , — schuehsch @ 17. June 2008, 23:44

Berlin 08 - das Festival für junge Politik ist vorbei. Seit ungefähr einem dreiviertel Jahr habe ich bei bei der Vorbereitung mitgemischt, Programmpunkte geplant, Teilnehmer gesucht und Interviews über das Festival und mein Engagement gegeben. Jetzt ist der größte Teil vorbei. Ich habe es genossen.
Wie auch schon 2005 fand das Festival in der Berliner Wuhlheide statt - ein Gelände, das wie geschaffen ist für eine Veranstaltung dieser Art. Vom 13. bis zum 15. Juni rannten, turnten, riefen einige tausend Jugendliche über das Gelände und hatten hoffentlich trotz gelegentlichem Regen ihren Spaß.
buero bei berlin08 Da ich viel zu tun hatte, zum Beispiel jeden morgen die Infoscouts gebrieft habe und auch noch auf einem Podium saß, habe ich nur einen Bruchteil des etwa 600 Einzelveranstaltungen umfassenden Programms mitbekommen. Um eine Idee von der Arbeit zu geben, hier der Schreibtisch der Programmtaskforce. Leer, weil alle über das Gelände spurten und vor Ort eingreifen. Auch an dieser Stelle noch mal ein dickes Danke an den talentierten Helfer, der es irgendwie geschafft hat, dem unwirschen Caterer eine Kiste Bionade aus den Rippen zu leiern! Im Archiv des Twitter-Accounts kann man einiges nachlesen. Und ich möchte es mir nicht nehmen lassen, mit Bildern von Kathrin Grannemann (die ersten drei Bilder sind von ihr) zu illustrieren, was mir besonders gut gefallen hat.
das hallenprojekt bei berlin08 Wirklich gefreut hat mich, dass das Hallenprojekt bei Berlin08 war. Hier sehen wir (von rechts nach links) @sebaso, @langalex, @plomlompom und @ms_sophie bei der Arbeit in ihrer Halle. Natürlich waren noch viel mehr Leute da - zum Beispiel @zisziszis, @Katti und @moeffju (der auch ein apartes Projekt zum Thema Redefreiheit gemacht hat!). Hinter dem Hallenprojekt steht eine großartige Gemeinschaftsidee und eine angenehm lockere und moderne Vorstellung davon, wie Arbeit sein sollte.
buero bei berlin08 Die Idee zum Bällebad kam von einigen jungen Leuten aus dem Umfeld der Jungen Presse Bayern - natürlich bekennende Fans des Ikea-Smålands. Da die Bälle doch erstaunlich teuer und vor allem in Maßen aufwändig zu transportieren sind, stand das Projekt lange auf der Kippe. Es geht nicht nur darum, die Zeit im bunten Bad zu genießen, sondern Pappkärtchen zu erwischen, die über rechtsextremistische Symbole aufklären. Schließlich waren wir bei einem Festival mit politischem Anspruch ;) Von den gleichen Leuten kam die Idee zum Projekt “Die Grundrechte gehen baden”. Mit Schablone und Airbrush wurde auf den Körpern williger Teilnehmer der Schriftzug eine zu erhaltenden Grundrechts aufgesprüht (ging nach zwei Mal duschen wieder ab, habe ich selbst erprobt ;)) und dann gingen die Grundrechte baden - man sprang gemeinsam in den Badesee auf dem Gelände der Wuhlheide. Auch eine Idee, die ich sehr kreativ und ansprechend fand!
impression europa Was man den letzten zwei Bildern ansieht ist die bedauerliche Tatsache, dass die Teilnehmerzahlen doch ein wenig hinter den Erwartungen zurück geblieben sind. Worum es bei dem Projekt mit dem hübschen Europa-Wegweiser ging, weiß ich leider nicht, wollte es aber zeigen um mal die Bandbreite der politischen Veranstaltungen anzudeuten (nein, die Werbeagentur des Festivals bezahlt mich nicht :p). Es gab tatsächlich quasi alles, was Jugendliche so interessiert.
Ich bin leider viel zu spät drauf gekommen, im VIP-Catering zu essen (den Blick von der Terrasse an dieser Kantine sieht man hier). Blick vom VIP-Catering Der Caterer für Helfer und normale Crew-Mitglieder war nämlich… äh… nicht optimal auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingestellt. Es gab Kasseler mit Würstchen, Schmorbraten, Frikadellen und Senf - ein Fest für die ca. 45% Vegetarier. Und größtenteils aus der Kühltheke von Aldi Süd. Naja, die Bühnenaufbauer und Bodyguards haben sich sicherlich gefreut. Hier also der Blick von der Terrasse die zum VIP-Catering gehörte - oberstes Stockwerk vom FEZ, dem größten Gebäude in der Wuhlheide. Man sieht Wasserbecken mit Nebenbühne, den anderen Teil vom FEZ (hinter dem “Kindermuseum”-Schriftzug war unser Büro) und die Sitzgelegenheiten des Teilnehmer-Catering. Ich könnte noch viel mehr zeigen und erzählen, lasse es jetzt aber einfach. Wenn es ein weiteres Berlin** Festival gibt, freu ich mich drauf, dabei zu sein, hoffe aber insgeheim auf eine Namensänderung…

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