Reisenotizen – Nachreichung
Auf dem schlecht gefliesten Bahnhofsklo des Hauptbahnhofs Wolfsburg liegt eine einzelne Paillette. Das sagt mehr über diese Stadt aus, als was man wissen muss. (6.11., 07:52)
Auf dem schlecht gefliesten Bahnhofsklo des Hauptbahnhofs Wolfsburg liegt eine einzelne Paillette. Das sagt mehr über diese Stadt aus, als was man wissen muss. (6.11., 07:52)
Ich stelle mir das so vor:
Als du an der Uni angefangen hast, brauchtest du Geld. In den ersten Semestern hast du BaFöG bezogen, dann wurde es dir aber zu doof, jedes Semester aufs neue deine Kontoauszüge durchsehen zu lassen. Darum hast du im 5. Semester angefangen, in der Universitätsbibliothek zu arbeiten. Du hast Aufsicht geführt im Lesesaal, neue Bücher katalogisiert und irgendwann auch in der Ausleihe geholfen. Es war spannend, zum ersten Mal ins riesige Magazin zu gehen wo die Bücher nur nach Größe sortiert stehen, die richtigen zu finden, auf den Wagen zu packen und nach oben zu bringen. Dort dann wieder in Fächer sortieren und schließlich erleben, wie Menschen kommen, um diese Bücher abzuholen.
Da war ein Professor, der kam jeden Tag. Er holte jeden Tag ein Buch ab. Immer nur eins und immer gegen 12. Als du ihn nach einigen Wochen (more…)
Wir sitzen zu zweit in der Küche und ich öffne ein Päckchen, das gerade mit der Post gekommen ist. Darin liegen Gutscheine für Rabatte bei einem Reisevermittler, einer online-Drogerie und einer Datingplattform. “So ein Scheiß, wer braucht denn sowas?” murmle ich vor mich hin. Meine Mitbewohnerin: “Och du, es gibt viele Leute, die nicht die Zeit haben…”, sie schaut mich an, “…jemanden auf Twitter kennen zu lernen.”
100 Punkte für die Kandidatin.
Dieser Blogpost (wenn der oder der oder der oder der es nicht schon getan haben) wird meinen Ruf ruinieren.*
Bisher konnte ich jedem glaubhaft machen, dass ich Schuhe gar nicht so übermäßig spannend finde. Zumindest jedem, der noch nie mein Schuhregal gesehen hat. Streng genommen sind das dann auch gar nicht _alle_ meine und es sieht nach viel mehr aus, als es sind, aber… Okok, ich komme da nicht mehr raus. Klappe zu, Affe tot. Ich interessiere mich für Schuhe. Hilfe, ich bin ein Klischee. Aber was will man machen.
Eigentlich geht es hier aber gar nicht um Schuhe, sondern um den enorm hohen Grad um den Flatrates das Leben schöner machen können (oder so tun, als würden sie es… Sprach ich mal über den Fluch des Wissens, das einen alles, aber auch wirklich alles, relativieren lässt? Ist ja schrecklich!). Und ich hätte nun mal gern diese Schmalspur-Flatrate von Zalando.

Irgendwer/etwas flüstert mir zum Beispiel ein, dass es mein Leben erheblich beglücken würde, hätte ich schöne blaue Schuhe mit gelben Streifen, die hier zum Beispiel. Pinke (andere!) habe ich schon, gelbe (ganz andere!) auch und grün ist schon länger kein Thema mehr, aber hey – blau! Vor allem in dieser knalligen Kombi. Kann man super zu allem und nichts tragen – mein persönliches Must-Have.
Und gerade von Adidas- von denen sollte ich eh viel mehr Schuhe haben, um endlich sicher zu wissen, welche Größe ich bei denen denn nun brauche. Da hatte ich nämlich mal ein Paar, das passte wirklich perfekt. Das waren aber auch in vielerlei Hinsicht die besten Schuhe I ever had, weil… Aber das ist ein anderes Thema und wäre nun wirklich ein schöner weiterer Beitrag für eine Serie.
*Oder das Eingeständnis einer längst existenten Serie sein.
Als der Winter zu tauen begann, forderte PayPal sie auf, Antworten auf Sicherheitsfragen zu hinterlegen. “Wie hieß ihr erster Mitbewohner?” Sie schluckte. Gab seinen Namen ein. Und musste tagelang an ihn denken.
Er atmete tief durch. Er wusste schon, dass sie es war, noch bevor er auf das Display seines Mobiltelefons schaute oder sie ihren Namen sagte. Er hatte für all Anrufe und Nachrichten von ihr einen besonderen Klingelton eingestellt.
“Hallo, ich bin’s.” (more…)