Ich stelle mir das so vor:
Als du an der Uni angefangen hast, brauchtest du Geld. In den ersten Semestern hast du BaFöG bezogen, dann wurde es dir aber zu doof, jedes Semester aufs neue deine Kontoauszüge durchsehen zu lassen. Darum hast du im 5. Semester angefangen, in der Universitätsbibliothek zu arbeiten. Du hast Aufsicht geführt im Lesesaal, neue Bücher katalogisiert und irgendwann auch in der Ausleihe geholfen. Es war spannend, zum ersten Mal ins riesige Magazin zu gehen wo die Bücher nur nach Größe sortiert stehen, die richtigen zu finden, auf den Wagen zu packen und nach oben zu bringen. Dort dann wieder in Fächer sortieren und schließlich erleben, wie Menschen kommen, um diese Bücher abzuholen.
Da war ein Professor, der kam jeden Tag. Er holte jeden Tag ein Buch ab. Immer nur eins und immer gegen 12. Als du ihn nach einigen Wochen (more…)

Man könnte meinen, es wäre Fasching, so bunt ist das Gelände der Saarlanduni gerade dekoriert. Wer ist schuld? Der Popfeminismus. Am Donnerstag um 18 Uhr gibt es in der Aula Aufklärungsunterricht zum Thema Popfeminismus mit der Intro-Redakteurin und Missy Magazine-Heruasgeberin Sonja Eismann. Die hat einen Sammelband zum Thema Popfeminismus gemacht: “Hot Topic: Popfeminismus heute” – “über Frauen zwischen Feminismus und Pop, Prekariat und Boheme” Das klingt mal alles sehr hip und cool und ich weiß nicht, ob ich es mögen werde, aber anschauen werde ich es mir bestimmt. Die Plakate sind jedenfalls schön bunt und offensichtlich in liebevoller Handarbeit gefertigt mit Schnibbellayout gestaltet worden.
Die Seite 57 meines Tschechischskripts ist leider im Småland vergessen worden und liegt noch heute da. All die Kinder dort planen seit dem Dinge, von denen wir froh sind, sie nicht zu wissen (frei nach dem Douglas Adams’ Theorie, die besagt, dass, wenn jemals irgendwer genau herausfinden sollte, wozu das Universum da ist und warum es da ist, es dann auf der Stelle verschwindet und durch ein noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt wird).
Dies gilt auch für den Saarbrücker Nahverkehr und ist leider nicht zu ändern.
Diesen Eintrag lesen wir mit heißem Dank an den Alchimisten, der uns seine Lektüre erst ermöglicht, in dem es heißt, dass das ganze Universum sich darauf ausrichten wird, dass Du Dein Lebensziel verwirklichen kannst, wenn Du Dich wirklich darum bemühst. In diesem Satz sind so viele unbekannte Größen (und Wallküren), dass er romantisch zu nennen ist. Und da sieht man doch tatsächlich mich Sturm-und-Drängerin-Aufklärungs-Anhängerin dazu schreiben: Aber haben wir nicht alle ein bisschen zu wenig Romantik in unserer Zeit?
Schönen. Guten. Abend.
Bald bin ich mit meinem Praktikum fertig und dann… Moooment, erwähnte ich überhaupt, dass ich eins mache? Ich mache ein Praktikum. Ja, und das mache ich bei der Kinder- und Jugendbuchmesse hier in Saarbrücken. Seit Februar habe ich da immer wieder im Büro ausgeholfen und eben so stuff gemacht und ab Mittwoch wird es wirklich spannend: Da ist die 7. Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse dann nämlich (bis Samstag). Und ich bin mal sehr auf die ganzen Künstler gespannt, die kommen, all die Kinder und all die Eindrücke.
Äh, genau und ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass ich mit dem Praktikum ja bald fertig bin ich mich dann darum kümmern kann, Nachfolgerin meiner derzeitigen Chefin bei der Messe zu werden – die ist nämlich künstlerische Leiterin und das ist einfach ein saucooler Job. Und noch dazu geisteswissenschaftenkompatibel. Jay.