Menschen, Tiere, Sensationen
Ganz naiv denke ich häufig, die Spitze der Absurdität des “zivilisierten” Kapitalismus’ müsste doch langsam mal erreicht sein… Jetzt aber ganz bestimmt!Ist sie dann aber doch nie.
via @isobello
Ganz naiv denke ich häufig, die Spitze der Absurdität des “zivilisierten” Kapitalismus’ müsste doch langsam mal erreicht sein… Jetzt aber ganz bestimmt!Ist sie dann aber doch nie.
via @isobello
Manche Menschen nehmen ein Kuscheltier und eigene Handtücher mit, wenn sie im Hotel übernachten. Nur so fühlen sie sich zuhause. Es gibt Menschen, die fühlen sich in ihrer eigenen Wohnung am wenigsten wohl. Für andere ist Zuhause immer da, wo das Herz ist.
In meine WG habe ich viel mitgebracht, habe viel gebastelt, repariert und umgeräumt. Aber wohl gefühlt habe ich mich schon immer. Wegen der Menschen hier und wegen der Dinge, die schon da waren, bevor ich hier einzog.
Wichtige Verbraucherinformationen in gefließten Räumen. Man beachte besonders (more…)
Bitte bei der Mädchenmannschaft weiterlesen, was mich aus der Versenkung kitzelt und/oder wenigstens hier ein kleines Filmchen schauen.
Einer dieser Tage… An dem einen das schlechte Gewissen die Laufschuhe anzieht, der Missmut die Funktionswäsche und der innere Schweinehund hält einem das Wasser hin weil es sogar ihm zu öd ist. Also raus. Laufen. In den Wald. Die grüne Hölle. Man quält sich die Gebirgsketten rauf und beim Hinablaufen sind es nur noch seichte Hügel. Der Atem geht unästhetisch schnell und laut. Man ist so schnell verschwitzt als hätte man das hier noch nie gemacht – dabei war man beim letzten Mal ordentlich in Form. Dann ist die Batterie vom mp3-Player leer und man ist gezwungen, dem Paarungsgebrüll der Vögel zu lauschen. Das Runners High macht offensichtlich irgendwo wo’s schöner ist als hier Urlaub. Auf dem ganzen Weg liegt genau ein Stein, über den stolpert man und fast wäre man auch noch in Hundescheiße getreten. Immerhin nur fast.
Dann ist es vorbei. Mit dem Anflug eines Lächelns auf den Lippen verlässt man den Wald und einem springt ein Mädchen entgegen, das über beide Backen grinst und einem in die Augen schaut. Oder ein alter Herr auf einem Fahrrad kommt entgegen und hat ein Funkeln in den Augen, das keine Anerkennung sein kann, weil man sich ja gar nicht kennt. Oder der Junge Kerl im Trainingsanzug grüßt im Vorbeilaufen so nett, als würde er gleich nach irgendjemandes Telefonnummer fragen. Da kommt der Spaß zurück, als hätte einer von den dreien ihn mitgebracht.
Es lohnt sich eben doch. Und morgen kommt auch das Runners High wieder mit in den Wald, das hat es versprochen.
Im April 2007 hat Gene Weingarten für das Wahington Post Magazine darüber geschrieben, was geschieht, wenn man einen großartigen Musiker auf einem fantastischen Instrument in einer Metro Station in Washington D.C. unangekündigt Bach spielen lässt. Die Frage dahinter war, ob die Menschen in ihrer Eile stehen bleiben, genießen können würden. Mittlerweile ist daraus regelrecht eine Urbanlegend geworden – eine wahre. Vergleichbar ist vielleicht, dass Bruce Springsteen vor rund 20 Jahren in Kopenhagen bei einem Straßenmusiker stehen blieb und mit ihm spielte. Auch hier ist das nur wenigen Menschen aufgefallen. (more…)
Leseempfehlung: “Kinder dürfen doch nachmittags nicht…” (…auf der Strasse spielen! Opa, hast Du das schon wieder vergessen?) von Michael Jäger. Eine traurige und schön geschriebene Geschichte.
PS
Noch 55 Minuten lang mitzeichnen, auf die Straße gehen und dort laut seine Meinung sagen… man kann viel tun, damit das nicht wahr wird.