Schachbrettmuster

Gutenachtgeschichten — Tags: , , , , , , — schuehsch @ 23. July 2009, 18:44

“Hallo, ich bin’s.”
Sein Herz fing an zu rasen, die Innenflächen seiner Hände wurden feucht und sein Mund wurde trocken. “Hallo.”, sagte er leise und intonationslos. “Kann ich vorbeikommen?” Ihm war, als hätte er aufgehört zu atmen. Er räusperte sich. “Äh, ich habe nicht… Also es ist nicht aufgeräumt und ich muss heute Nacht arbeiten, aber… ähm, ja, ok. Also, wenn Du willst… Jedenfalls… Ich hab nix vor und bin hier.” “Gut, bis gleich, ich schwing mich direkt auf’s Rad.” Sie legte auf. Er zündete sich eine selbstgedrehte Zigarette an und musste bei jedem Zug husten. (more…)

fundstück

Gutenachtgeschichten — Tags: , , , , — schuehsch @ 12. July 2009, 17:48

Neulich fand ich diesen Text wieder. Allein die Idee ist mindestens fünf Jahre alt, genau weiß ich’s nicht. Es ist fast unheimlich, wie hier einiges ineinander läuft und doch keinesfalls vermischt. Erstaunlich ist weiterhin, dass ich heute nur wenig daran deutlich ändern, aber viele Nuancen deutlicher färben würde. Aber ich habe den Text nicht verändert, er ist, wie ich ihn in einem Backup gefunden habt. Ich verschenke die Idee hinter diesen Zeilen. Manchmal weiß man, was man hat, wenn man sich an den Händen hält.

ZWEITENS (more…)

A brilliant experiment.

Im April 2007 hat Gene Weingarten für das Wahington Post Magazine darüber geschrieben, was geschieht, wenn man einen großartigen Musiker auf einem fantastischen Instrument in einer Metro Station in Washington D.C. unangekündigt Bach spielen lässt. Die Frage dahinter war, ob die Menschen in ihrer Eile stehen bleiben, genießen können würden. Mittlerweile ist daraus regelrecht eine Urbanlegend geworden – eine wahre. Vergleichbar ist vielleicht, dass Bruce Springsteen vor rund 20 Jahren in Kopenhagen bei einem Straßenmusiker stehen blieb und mit ihm spielte. Auch hier ist das nur wenigen Menschen aufgefallen. (more…)

schau mich an

mit Bild, unterwegs — Tags: , , , , , — schuehsch @ 6. July 2009, 22:45

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Ich mag’s wenn sich die Wut entfacht und Menschen in die Kunst treibt. Wenn der Wahnsinn flammend grüßt, wenn die Träume Funken sprühen, Du Deine Dämonen bezwingst und ich es sehen kann. Manchmal sind Dämonen eindeutig sie selbst. Meistens nicht. Manchmal werden sie mit Kaffee & Zigaretten bis zur Trägheit vollgefüttert. Manchmal mit Alkohol regelmäßig fast ertränkt. Ich mag die Engel kurz vor dem Fall. Aber noch mehr die Dämonen kurz vorm Koma. Wenn Du Dich ihnen stellst, gegen sie angehst mit Deinen bloßen Händen, Gedanken und der nackten Haut. Wie Du Ihnen in die Augen siehst, den Geistern, sie erkennst und wenn der Wahnsinn flammend grüßt und es darum geht, diesem nicht anheim zu fallen. Ich mag die Spiegelung der Luft und wenn die Sehnsucht nie verpufft. Das Glas ist immer noch halbvoll, selbst wenn man ganz viel Blut verloren hat. Ich mag die Spiegelung der Luft, den Geruch nach Schweiß und das Wissen, hier wurde gekämpft. Darum mag ich Kunst, die sich mir widersetzt. Ich mag es, wenn ich Kunst nicht in ihrem Sein störe, sondern sie sich mir gierig entgegenreckt. All das mag ich.

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Die Abbildungen der Bilder leihe ich mir. Sie alle – die Ideen, die Schablonen und die Geschichten dahinter – gehören einem bestimmten Menschen, nicht mir.

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