art:i:schocke

Gutenachtgeschichten — schuehsch @ 3. May 2009, 11:03

Haus vor blauem Himmel
Es hat wenig Zweck, sich vor der Zukunft zu fürchten – sie kommt trotzdem. Und sie wird eher schlechter, wenn man sie zitternd und bangend empfängt.

Schwarz sehen und unglücklich sein sind zwei unheimlich einfache Tätigkeiten. Optimismus ist Arbeit (Health is a primary duty of life – but nobody seems to take much notice), die sich lohnt. Und sei es nur, weil man dann die Schultern gerade hält. Man kann auch nach EE! alias Elan und Euphorie verlangen oder anraten, lustvoll und tollkühn zu leben oder so lange einen Berg besteigen, bis die eiskalte Luft einem alles außer dem Bewusstsein nimmt und viel mehr gibt. Es ist ja doch nur ein Spiel und es gibt wahrscheinlich ja doch niemanden, der uns bestraft oder mehr liebt als wir es sollten. Eigentlich ist es auch wirklich egal, wie man es nennt, hauptsache, man steht auf, tut und ist glücklich. Be. Do. Go. Echt ma.
Keinen Bock zu jammern und ich kenne den Weg nachhause. Jetzt brauche ich nur noch einen Kompass. Am liebsten einen in grün. Und Geduld ist nicht meins, aber na gut, dann gedulde ich mich eben.

Wenn man raus geht und die Dinge sind schön und nicht nur, weil das Licht – nämlich echtes vorsommerliches Sonnenlicht – gut ist, sondern auch die Farben und die lächelnden Gesichtszüge und Grübchen echt sind, selbst dann muss man noch die Augen auf machen um all das zu sehen. Und es durch eine Kamera zu sehen, macht nicht wirklich glücklich, es gibt nur das beruhigende Gefühl, den Moment jeder Zeit reproduzieren und ihn dann genießen zu können. Dann ist es aber schon nicht mehr echt, sondern einfach nur vorbei.

Genauso wie die Sonntage des letzten Jahres.

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