Zur freien Gestaltung

Alltag, Uni, mit Bild — Tags: , , , , , , , , — schuehsch @ 10. May 2009, 22:58
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Hinter den verschlossenen Türen dieser Stadt gibt es im Laufe der in wenigen Minuten beginnenden Woche wieder Wunderherrliches zu sehen. Und damit man weiß, an welche Türen man klopfen sollte, hier zwei Hinweise (die irgendwie auch in eigener Sache sind, stimmt schon):
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Abend kann man sich in der Aula auf dem Campus der Universität des Saarlandes (die übrigens eine recht schicke neue Homepage hat) die Komödie “The Importance of Being Earnest” von Oscar Wilde anschauen. Es spielt ACT, die englischsprachige Theatergruppe der UdS. Karten kosten fünf Euro (vier ermäßigt) und zu erwerben sind sie entweder in der Mensa – täglich zwischen 11:30 und 13:30 Uhr, online, oder an der Abendkasse (worauf ich mich nicht verlassen würde, der Ticketverkauf läuft ganz hervorragend). Die Türen öffnen sich an jedem der drei Abende um 19 Uhr, um 19:30 hebt sich der Vorhang.
Am Freitagabend sollte man in der Camera Zwo vorbeischauen (was man sowieso immer sollte, schließlich wird hier keine Werbung mehr vor den Filmen gezeigt) um sich einen Poetry Slam zu Gemüte zu führen. Karten gibt es an der Kinokasse während der Öffnungszeiten des Kinos. Auch hier ist es nicht zu empfehlen, sich auf Reste an der Abendkasse zu verlassen. Die schwere Tür zum Kinosaal öffnen wir um 19:30 Uhr.
Genug virtuelle Plakate aufgehängt – Viel Spaß!

Petition gegen Netzsperren

Links, Politik — Tags: , , , — schuehsch @ 4. May 2009, 16:25

Wem – wie mir – die Art und Weise wie gegen die Verbreitung von Kinderpornografie vorgegangen werden soll, weniger sinnvoll erscheint, der kann ein bisschen aktiv werden, indem er zum Beispiel diese Petition unterschreibt. Das geht ganz einfach online und kostet wenig Zeit – wenn denn der Server nicht schon wieder streikt.

Text der Petition

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.
Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Mitgezeichnet werden kann noch bis zum 16. Juni 2009 und bis dahin müssen 50 000 Menschen unterzeichnet haben, damit über die Petition im Petitionsausschuss beraten wird. Unterschrieben haben schon ziemlich viele Leute – zum Beispiel sie, sie, er, er, sie und er. Aber das reicht leider noch nicht – Also los!
Warum genau das ganze Mitzeichnen noch mal sinnvoll ist, kann man sich ganz gut denken, wenn man zum Beispiel diesen Text bei heise online oder diesen Blogpost von der Zeitrafferin oder was auf diese Website gelesen hat.

art:i:schocke

Gutenachtgeschichten — schuehsch @ 3. May 2009, 11:03

Haus vor blauem Himmel
Es hat wenig Zweck, sich vor der Zukunft zu fürchten – sie kommt trotzdem. Und sie wird eher schlechter, wenn man sie zitternd und bangend empfängt.

Schwarz sehen und unglücklich sein sind zwei unheimlich einfache Tätigkeiten. Optimismus ist Arbeit (Health is a primary duty of life – but nobody seems to take much notice), die sich lohnt. Und sei es nur, weil man dann die Schultern gerade hält. Man kann auch nach EE! alias Elan und Euphorie verlangen oder anraten, lustvoll und tollkühn zu leben oder so lange einen Berg besteigen, bis die eiskalte Luft einem alles außer dem Bewusstsein nimmt und viel mehr gibt. Es ist ja doch nur ein Spiel und es gibt wahrscheinlich ja doch niemanden, der uns bestraft oder mehr liebt als wir es sollten. Eigentlich ist es auch wirklich egal, wie man es nennt, hauptsache, man steht auf, tut und ist glücklich. Be. Do. Go. Echt ma.
Keinen Bock zu jammern und ich kenne den Weg nachhause. Jetzt brauche ich nur noch einen Kompass. Am liebsten einen in grün. Und Geduld ist nicht meins, aber na gut, dann gedulde ich mich eben.

Wenn man raus geht und die Dinge sind schön und nicht nur, weil das Licht – nämlich echtes vorsommerliches Sonnenlicht – gut ist, sondern auch die Farben und die lächelnden Gesichtszüge und Grübchen echt sind, selbst dann muss man noch die Augen auf machen um all das zu sehen. Und es durch eine Kamera zu sehen, macht nicht wirklich glücklich, es gibt nur das beruhigende Gefühl, den Moment jeder Zeit reproduzieren und ihn dann genießen zu können. Dann ist es aber schon nicht mehr echt, sondern einfach nur vorbei.

Genauso wie die Sonntage des letzten Jahres.

Warum er heute Platten ordnet

Gutenachtgeschichten — Tags: , , , — schuehsch @ 2. May 2009, 22:26

Teil 1

Alt wie sie war, war sie stolz darauf, alleine zu wohnen und zurecht zu kommen. Ihre Familie war groß und glücklich und ihre Enkelkinder machten gerade Abitur. Seit dem sie alleine war, lebte sie in diesem Stadtteil, in dieser Straße, in dieser Wohnung. Sie wohnte gerne hier weil sie fand, dass es sie jünger machte.
Es war ihr sehr wichtig, dass sie aktiv war, nicht einrostete und viel reiste. (more…)

Warum er heute Platten ordnet

Gutenachtgeschichten — Tags: , , , — schuehsch @ 1. May 2009, 15:30

Musik war schon immer da. Nicht erst seit dem ersten Herzschlag oder Regentropfen, nein Musik war schon viel länger bei ihm. Sein Vater hatte ihm immer Lieder aus seiner eigenen Jugend vorgespielt und die verbrauchten Geschichten dazu erzählt. Das war schön. Dem Sohn gefiel das und er lernte dabei.

Dann war da das Mädchen. (more…)

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