Schmerzfrei
Mein re:publica-Ticket habe ich schon ewig. Seit… letztem Jahr irgendwann. Gefühlt. Mein Bloggerticket habe ich gekauft, da saß ich in einem Old School Office und habe es mir auch direkt ausgedruckt, damit ich es ja nicht vergesse mitzunehmen. Das ist schon sportlich, ja, ein Ticket mehrere Monate vorher auszudrucken und nicht vergessen zu wollen, sehe ich ein. Dann habe ich meinen Arbeitsplatz aufgeräumt und das Ticket habe ich dabei natürlich irgendwohin geräumt, wo ich es nicht mehr gefunden habe (Ablage M, I guess).
Also habe ich vor drei Wochen zu hause das Ticket noch mal ausgedruckt um es einzupacken. Weil ausgedruckt muss es schon sein. Warum auch immer – sogar die online-Tickets der Deutschen Bahn funktionieren mittlerweile onscreen – wenn auch gegen den Widerwillen der Zugbetreuer. Jedenfalls habe ich dann mein Zimmer aufgeräumt und dabei den Ausdruck verlegt.
Gestern saß ich dann im unheimlich hippen Oberholz, trank Clubmate (hipper!) und wollte drucken (unfassbar unhipp). Also googlte und erqypte ich mir ein Internetcafé in der Nähe vom Oberholz und druckte da mein Ticket aus.
Ja und heute war ich dann da. Hallo, re:publica.
Fast alles, was ich gesehen habe, plätscherte freundlich, war leidlich unterhaltend und tat niemandem weh (was man schon dadurch hätte ändern kann, indem man auf Publikumsfragen und -kommentare nicht mit einem “Ahja, genau. Und was ich außerdem noch sagen wollte…” eingeht) – wovon Sascha Pallenberg und der Vortrag von Moot von 4chan.org sich etwas abhoben. Genau so wenig hat es mich inspiriert oder nach vorne gebracht, noch nicht einmal orientiert, wo denn vorne ist. Vielleicht liegt dies daran, dass ich vor allem die Panels gesehen habe, vielleicht liegt das daran, dass Organisatoren, Moderatoren und Gäste sich kennen, mögen und noch den einen oder anderen Gefallen auszutauschen haben.
Wertvoll und Spannend ist das Netzwerken in den Pausen und der Austausch mit anderen Teilnehmern. Diese kleinen Runden sind es, die mir heute etwas gebracht haben, die mich auch ordentlich unterhalten haben. Wobei man sagen muss: Das Geschehen im Saal des Friedrichstadtpalastes war schon nicht unlustig. Bei Johnny Haeuslers gelungener Keynote habe ich mehrfach herzlich gelacht und irgendwann kann man über (fast) kein WLAN, eine dementsprechend zickige twitter-Wall und die gelangweilten Teilnehmer dann doch schmunzeln.
[...] Sascha Pallenberg und Thomas Knüwer als Moderator. Beide Podien waren maßgeblich mit für meinen negativen Eindruck vom ersten Tag [...]