mal was anderes
Er schläft. Seit drei Stunden. Endlich. Es ist mitten in der Nacht. Seit Tagen hat er nie länger als wenige Minuten am Stück geschlafen, hat sich selbst wach gehustet oder keine Luft bekommen. Er ist krank. Er liegt in seinem grau bezogenen Bett in einem dunkelgrün gestrichenen Zimmer hinter schwarzen, schweren Vorhängen. Auf dem Fußboden liegen Taschentücher, Geschirr und Besteck, Kleidungsstücke und zerlesene Comics.
Neben ihm auf der Matratze liegt sein Handy. Morgens um sieben klingelt es. Er nimmt ab. Eine Männerstimme brüllt ihn an “HALLO!”. Stille. “ACH SCHEIßE, VERWÄHLT!” und legt auf.
Der Kranke fällt in die Kissen zurück, verschläft den Tag. Am nächsten Morgen ist er gesund, geht arbeiten und kündigt. Zuhause packt er seine Sachen und ruft seine Eltern an. Danach schmeißt er sein Handy weg. Seine Zimmerpflanze stellt er auf die Straße, schließt die Tür doppelt ab und geht.



gefällt. und ähm… für wahr – mal was anderes. gerne mehr davon.
Und der Vater des Gedankens ist…
Der Vater des Gedankens waren mein kranker Mitbewohner und der unbekannte Mann an seinem Telefon. That’s life.
ich denke immer noch darüber nach, was der text mir sagen soll…
@ndrs could be, that you’re inspiring… just a thought, though [universe applauds action, not thoughts]
Ein hartes Leben :)