Alles Verbrecher

Links — schuehsch @ 25. April 2007, 14:17

Ich las gerade einen Text über die Criminale, deutschlands größtes Krimifestival. Da passiert viel, zum Beispiel wird der Friedrich-Glauser-Preis verliehen – vom Syndikat natürlich (wenn man sich schon so nennt :P). Jener Autor, der den Preis gewinnt, bekommt “5.000 Euro – genreüblich – in kleinen, gebrauchten und nicht fortlaufend nummerierten Scheinen.” Das find ich mal sehr lolig :D

viele Blätter

Held des Tages — schuehsch @ 24. April 2007, 07:58

Als einer der ersten “offiziellen” Termine für mich in meinem neuen Job beim Conte Verlag war ich gestern in der Bücherhütte in Wadern. Am Tag des Buches gab es da eine Weltpremiere, nämlich eine Buchvorstellung einer unserer Autorinnen: Karin Klee. Sie hat gelesen aus ihrer Erzählung “Am Holländerkopf“.

Zwischen den vier Abschnitten, die die Autorin selbst vorlas, gab es seichte Gitarren-live-Musik (teilweise mit Flöten-Begleitung). Das war eine willkommene Abwechslung, denn krankheitsbedingt hat die Autorin eine Leseschwäche, was vor allem zu Beginn der Lesung unangenehm auffällig war. Aber nach ein bisschen Eingewöhnung und den ersten, wohl auch für die Autorin entspannenden Gitarrenklängen, war die Lesung sehr gelungen. Für so viel Bemühen, Sympathie und auch Mut wird Karin heute Heldin des Tages. :D

Hinterher gab es, wie es sich für richtige Premieren gehört, Schnittchen und Sekt. Für mich klang der Abend aus mit interessanten Gesprächen mit unseren Praktikanten und einem erfrischend herzlichen Gespräch mit der Buchhändlerin Bea Schmitt (ehemalige CoLi-Bib-Leiterin und UdS-Studentin). Dabei erfuhr ich auch einige interessante Fakten über den Realitätsbezug des Buchs und war mal wieder von meiner Naivität beeindruckt – ich hätte nicht gedacht, dass so viele Details der Geschichte wahr sind. Das Buch schildert, wie ein Landwirt aus dem Nordsaarland sich umbringt und warum (mehr über den Inhalt lesen). Dabei wird sowohl seine Sicht aufs Leben und den Tod als auch die seiner engen Bekannten (von denen er nur sehr wenige hat) geschildert. Interessant ist der Punkt, dass bei ihm Schizophrenie diagnostiziert wird, er aber vielen Lesern als ganz normal erscheint. Aber was ist schon normal!?

Z1el

Uni — schuehsch @ 18. April 2007, 21:25

Studieren ist ja gar nicht so 1-fach, wie man immer denkt. Wahrscheinlich vor allem nicht so 1-fach wie ich es mir jetzt so im Endspurt denke… Schon im 2. Semester hätte ich mir nicht mehr vorstellen können, mehr als 18 Wochenstunden (und viel lieber nur 14) zu machen, geschweigedenn morgens um kurz vor 7 aufzustehen um vor der Uni noch schnell 3 Stunden arbeiten zu können. Da ich mir ja aber in den Kopf gesetzt habe, nach diesem Semester scheinfrei zu sein, muss ich mich natürlich ranhalten. Dieses Semester läuft seit Montag und für mich ist noch nicht klar, ob es denn nun das letzte notwendige für mich sein wird, oder eben nicht. Tjaja, ich hatte da einen Stolperstein übersehen und der heißt: “10 Punkte + 1 Hauptseminar” und 10 Punkte sind erstaunlich viel, wenn man bis gestern noch dachte, dass man sie gar nicht braucht.

So beginnt das Semester also etwas bange für mich, fast schon ein bisschen chaotisch, aber schon schön – die Sonne macht’s :)

seit Amerika

Gutenachtgeschichten — schuehsch @ 17. April 2007, 22:02

Heute fragt mich ein Mädchen: “Hmm, meinst Du eher so privat?” und ich sage: “Nein, eigentlich alles. Ich mache gar nicht so viel, hier, aber irgendwie macht alles davon Spaß.”

Aber das versteht natürlich keiner. Deshalb hole ich aus. *klatsch* Ihre Hand auf seiner Wange. Türenknallen. Entschuldigung. Die epische Breite ging mit mir durch. Was ich eigentlich sagen wollte: Der obigen Frage ging voran, dass sie mich bewundernd anschaute, wie so oft, und dann fragte, ob es mir nicht auch so ginge? “Wie?”, fragte ich. Naja, sie hätte seit dem sie in Amerika gewesen wäre immer so viel Fernweh und dächte ständig daran, was sie noch alles sehen wolle und würde gerne reisen und viel sehen und so. “Ach so.”, sagte ich und dachte nach. “Nein. Nein, das geht mir eigentlich nicht so, mich hält hier zu viel.”, sagte ich später. Und dann fragte sie die Frage, mit der ich diesen Eintrag begonnen habe.

Und da wurde mir klar: Ich fühle mich wohl.

Ursprünglicher Titel dieses Eintrags: Ich bin mit der Gesamtsituation eigentlich sehr zufrieden. Und bald gibt es wieder richtige Geschichten, mich langweilt es ja selbst =D

Nichts wichtiges

Gutenachtgeschichten — schuehsch @ 2. April 2007, 22:16

Mit lieben Grüßen an Stefan S.: Dieser Eintrag ist unspannend und handelt von nichts besonderem.

Über Ostern bin ich mal wieder weg. Fast schon möcht’ ich sagen: endlich. Es ist, als wäre ich schon ewig nicht mehr weg gewesen. Es ist, als würde ich sesshaft werden. Es ist einfach so, dass mich irre viel hier hält. Je länger ich hier im Süden lebe, desto mehr lieb ich es, übernehme Vieles und bin aber auch immer mehr von Stolz erfüllt, sun halber Fischkopp zu sein. Ja, Lokalpatriotismus ist der stärkste aller.

In zwei Wochen geht auch schon wieder die Uni los und ich investiere mal wieder den obligatorischen Hunni in Bücher. Wieder ein Karton mehr zu packen. Na, was studier ich auch Bücher – selber schuld.

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