Kapitel vier

Uni — schuehsch @ 3. March 2007, 18:05

Viertes Kapitel: Über Gliederung, Einleitung und Schlusswort.

Eine gute Gliederung ist wichtig. Mich erinnert die Gliederung immer daran, was ich denn noch schreiben will und worauf ich hinaus will. Das kann die Gliederung natürlich nur, wenn sie deutlich zeigt, worum es geht. Ich bevorzuge also Kapitelüberschriften, die aussagen, worum es in dem Kapitel geht, aber nicht literarisch wertvoll sind. Ich beginne immer mit einer Einleitung, die auch genau so heißt und beende die Arbeit immer mit einem Schlusswort, das aber nicht unbedingt so heißen muss. Bei dieser Hausarbeit heißt es zum Beispiel “Abschließende Gedanken über das Motiv des Schwans in der modernen Literatur”. Einleitung und Schlusswort sind meist eher kurze Kapitel. Dies gilt besonders für die Einleitung, beim Schlusswort kann das stärker variieren.

Mehr über Gliederungen zu sagen ist schwer. Das kommt auf den speziellen Fall an… Gut zu wissen: bei Unterkapiteln kommt kein Punkt mehr hinter die zweite Ziffer, man schreibt also “2. Zur Tradition des Schwans als lyrisches Motiv” und “2.2 Der Schwan in der griechischen Mythologie”. Im Laufe einer Hausarbeit ändere ich die Gliederung oft noch mehrfach. Den Titel stimme ich mit der Gliederung ab, versuche ihn also in einigen Kapiteln wieder aufzunehmen. Kapitel die aufeinander folgen, sollten auch aufeinander aufbauen. Es empfiehlt sich, eine erste grobe Gliederung zum ersten Treffen mit dem betreuenden Prof mitzubringen. Macht einen guten Eindruck und man hat sich wenigstens schon mal kurz Gedanken gemacht und steht da nicht ganz blöd.

Die Einleitung ist Blabla über die Arbeit, weniger Teil des Inhalts. In der Einleitung kann man auch gut noch mal erklären, worum genau es denn nun eigentlich in der Arbeit gehen soll, wo der Schwerpunkt liegt, was man weshalb nicht mit einbezogen hat und vielleicht zwei oder drei interessante Fragen nennen, die man beantwortet. Probleme wie “Ich hab doch kein Autorenportrait geschrieben, weil der Autor kurz vor unserem Interviewtermin gestorben ist.” kann man auch gut hier platzieren. Ich schreibe die Einleitung meistens zwei Mal. Ein mal, bevor ich richtig anfange um mir klar zu werden, was genau ich eigentlich schreiben will, und ganz zum Schluss als letztes noch Mal, um zu schreiben, was ich nun wirklich geschrieben habe.

Mit dem Schlusswort versucht man, eine Arbeit abzurunden, Zusammenhänge zu ziehen, Details verdeutlichen. Fragen (wie die aus der Einleitung oder eine, die der Titel der Arbeit aufwirft) sollte man früher beantworten, es sei denn, sie sind sehr übergeordneter Art. Ich mag es, wenn man sich im Schlusswort auf die Einleitung bezieht, aber das klappt natürlich nicht immer. Ich persönlich schreibe das Schlusswort als Vorletztes.

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