mit Cornichon

Gutenachtgeschichten — schuehsch @ 22. March 2007, 10:46

Warum haben wir Träume? Um sie uns zu erfüllen.

Als sie aufwachte, konnte sie nicht aus dem Fenster sehen, so beschlagen war es. Ach ja, gestern hatte sie Wäsche in der Wohnung zum Trocknen verteilt. “Maunz.” Hmm, man ist doch nie allein. Sie taumelt ins Bad, macht mit geschlossenen Augen das Licht an, öffnet die Augen, schaut in diese morgendliche Welt und lächelt. Draußen liegt Schnee. Kater, kater, kommt, ihr müßt raus, Schnee! Ihr werdet ihn lieben. “Maunz?” Ja, los, jetzt. Sie wollen nicht, sie wollen Futter. Na gut. Nach dem Duschen: So, nun aber, genug Frühstück - raus mit euch. Die zwei Kater tappsen raus, beiden ist es zu naß, zu kalt, zu früh, zu wasauchimmer und sie kommen wieder rein.

Sie verpasst den Bus zur Arbeit und trabt durch den Schnee. Irgendwann ist sie da und ist zum ersten Mal die erste. Das ist ein schönes Gefühl. Sie lässt das Licht aus, denn an ihrem Fenster ist es schon schön hell.

Auf den Mittagsbrötchen sind Cornichons. Lecker. Darauf hatte sie sich gefreut. Und es klebt ein Haar an ihrem Brötchen, ein Katerhaar. Wie kommt das hierhin? Bilder in ihrem Kopf. Die Kater schleichen durch die Wohnung und verteilen an strategisch wichtigen Punkten Haare, damit man auch ja immer an sie denkt. Darum wollten die zwei bestimmt auch nicht raus, sie mussten mal wieder Haare verstecken. Is ja auch bald Ostern.

Sie schrickt auf. Der Wecker klingelt. “Maunz!” Draußen liegt Schnee. Sie mag den Tag jetzt schon.

jawohl Hannibal

Fragen und Antworten — schuehsch @ 4. March 2007, 01:23

Es gibt Dinge, die hindern einen, Dinge so zu tun, wie man sie sonst tut. Zum Beispiel Spülmaschinen, die Geißel der Menschheit.

Ja, ich versuche gerade ernsthaft, unsere neue Spülmaschine dafür verantwortlich zu machen, dass ich seit Ewigkeiten nicht mehr zu regelmäßigem Bloggen gekommen bin. Gut, gell?

Nun, sie war es nicht allein, sondern dazu kamen und kommen bekannte Hausarbeit, eine Krankheit meinerseits, Umzugspläne, ein kaputtes Auto, neues Shampoo, alter Tee, ein Praktikum und ein neuer Job, viele Bücher sowie eine tote Festplatte, die mal das Herz oder Hirn oder was auch immer meines Laptops war. Also nichts weiter als der ganz normale Wahnsinn des alltäglichen Lebens.

Ich hoffe selbst sehr auf mehr Zeit für liebe Menschen und entschuldige mich bei all denen, die sich berechtigt vernachlässigt fühlen.

Hugs ‘n’ Kisses, la schuehschie

Kapitel vier

Uni — schuehsch @ 3. March 2007, 18:05

Viertes Kapitel: Über Gliederung, Einleitung und Schlusswort.

Eine gute Gliederung ist wichtig. Mich erinnert die Gliederung immer daran, was ich denn noch schreiben will und worauf ich hinaus will. Das kann die Gliederung natürlich nur, wenn sie deutlich zeigt, worum es geht. Ich bevorzuge also Kapitelüberschriften, die aussagen, worum es in dem Kapitel geht, aber nicht literarisch wertvoll sind. Ich beginne immer mit einer Einleitung, die auch genau so heißt und beende die Arbeit immer mit einem Schlusswort, das aber nicht unbedingt so heißen muss. Bei dieser Hausarbeit heißt es zum Beispiel “Abschließende Gedanken über das Motiv des Schwans in der modernen Literatur”. Einleitung und Schlusswort sind meist eher kurze Kapitel. Dies gilt besonders für die Einleitung, beim Schlusswort kann das stärker variieren. (more…)

Familienpolitik

Gutenachtgeschichten — schuehsch @ 2. March 2007, 17:55

Wie in jeder Stadt gibt es auch in dieser Stadt Viertel, die nicht so schön sind. Bei Wohnungsinseraten aus der Gegend steht dann meist dabei “Hartz4-Empfänger möglich” und wer nicht dort wohnt, findet diese Viertel “nicht so schlimm”, fährt aber auch nie hin.

In so einem Viertel stehen an einer Straßenbahnhaltestelle eine attraktive (more…)

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