Kapitel Nummer 3
Drittes Kapitel: Literaturrecherche
Im zweiten Semester sagte mal ein Prof “Mit weniger als zehn Titel Sekundärliteratur brauchen Sie eine Arbeit gar nicht erst abgeben.” Das hat mich sehr erschrocken. So mit der Zeit habe ich allerdings gelernt, dass das gar nicht stimmt. Also: keine Panik.
Für meine Arbeit habe ich drei Primärtexte (die Gedichte). Für die ist es wichtig, dass ich sie aus einer vernünftigen Ausgabe zitiere. Das ist oft nicht gerade ein Reclamheft, sondern eher sorgfältige, teure Gesamtausgaben oder ähnliches (sowas hat eine Unibibliothek, keine Sorge). Wenn es mehrere Versionen des Gedichts gibt, ist es meist sinnvoll, darauf hinzuweisen, welche man verwendet. Ich mache das sogar so, dass ich immer das komplette Gedicht im Anhang angebe (Original und deutsche Übersetzung) und einfach nur auf die Zeilen da verweise. Das macht auch die Korrektur etwas einfacher.
Nun, wenn ich mich also in’s Meer der Bücher stürze um mir die für mich interessanten zu angeln, dann benutze ich den OPAC der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek (SULB). Ich hoffe sehr für euch, dass eure Bibliothek sowas auch hat, Zettelkästen machen nämlich keinen Spaß. Zum Warmwerden fange ich immer mit einem Schlagwort wie “Symbolismus” an. Dazu reicht auch vollkommen die einfache Suchfunktion. Dabei bekomme ich viele Ergebnisse und seh die Liste dann eben mal durch. Insgesamt mache ich meist so 15 Suchen im OPAC mit verschiedenen Stichwörtern. Ich habe zum Beispiel noch die Autorennamen und auch einfach mal “Schwan” probiert.
Die Bücher bestell ich mir dann, hol sie ab, sortiere in der Bibliothek noch mal schnell durch (ein Blick ins Inhaltsverzeichnis reicht in der Regel um zu erkennen, ob das Buch was für mich ist oder nicht) und gebe die, die ich doch nicht brauche, direkt wieder ab.
Hier liegen jetzt also ungefähr 15 Bücher. Eines davon kann ich wenn überhaupt, nur am Rande brauchen, werde mich aber bemühen, weil der Prof, der die Arbeit korrigiert, es nämlich selbst geschrieben hat. Das macht sich meist ganz gut, wenn man ein Buch vom Prof einbringt. Natürlich nur, wenn es thematisch passt :)
Viele Bücher darf ich nicht mit heim nehmen, sondern nur fürs Kopieren ausleihen. Die schaue ich mir also in der Bibliothek an, und kopiere dann die Artikel daraus, die ich gebrauchen kann. Ist eigentlich gar nicht schlecht, in den Kopien kann ich ja schließlich meine Anmerkungen machen. Sonst behelfe ich mir da immer mit Klebezetteln. Denn ich Bücher schreiben, die einem nicht gehören, ist BÖSE. SEHR böse. Wehe, das tut einer, den ich kenne.
So und nach den Büchern kommt dann die Fitzelsuche. Es gibt Datenbanken, die alle Zeitschriftenartikel führen, die in den letzten Jahren erschienen sind. Besonders bei jungen Autoren wird man da eher fündig, als bei der Büchersuche. Hier die Datenbanken, die bei der SULB verzeichnet sind. Es ist möglich, dass man die nur nutzen darf, wenn man hier in Saarbrücken studiert, aber probiert mal aus ;)
Tja, mittlerweile habe ich das alles gelesen und bin tierisch schlau ;) Beim Lesen habe ich mir direkt die Stellen hervorgehoben, die ich zitieren möchte. Das erleichtert die Suche später. Und natürlich bekommt jedes Zitat eine schöne Fußnote (dazu dann später mehr).