bunt

Gutenachtgeschichten — schuehsch @ 20. August 2006, 12:14

Nun bin ich also in Prag angekommen. Unglaublich, aber wahr. Nach einigen kleinen Missgeschicken (Warum sind die Jungs, die ich in Zuegen anspreche immer so daemlich?) kam ich am Ende der U-Bahn an und bestieg einen Bus. Nach 20 Minuten Fahrt war ich sehr verunsichert; dachte ich fuehre in die falsche Richtung und stieg aus. Niemand da. Kein Busplan. Auf meinem Mini-Stadtplan gab es diese Ecke der Stadt nicht. Ok. Warten. Da kam eine alte Frau. Und erleichtert bat ich sie auf Englisch um Hilfe. Sie konnte nur Tschechisch. So zeigte ich ihr den Uni-Plan um ihr zu verstehen zu geben, dass ich dahin wollte. Sie konnte nicht lesen. Also las ich ihr den Namen der Uni vor. Laechelnd redete sie auf mich ein und gestikulierte in alle vier Himmelsrichtungen. Ah ja. Schliesslich begriff ich, dass sie den Muell, den sie bei sich hatte in den nahen Tonnen entsorgen wollte und mich dann fuehren wuerde. Wir schlenderten also gemeinsam durch die ruhigen Strassen und sie erzaehlte mir fleissig viele schoene Dinge auf Tschechisch. Ich hoffe, ich treffe sie in ein paar Wochen wieder und wir koennen dieses Gespraech wiederholen und dann auch wirklich einen Dialod daraus machen. ;)
Am ersten Abend Bestaetigten sich direkt einige meiner gaz persoenlich Vorurteile: Die Italinier gingen als Erstes (ohne sich irgendwo anzumeden, zu bezahlen oder aehnliche Dinge zu tun) mit den Brasilianern feiern.
Wer stand abends als erstes mit einem Topf und einer Flasche Rotwein in der Kueche? -Die Franzosen.
Sehr schoen. Herrlich auch unser Fruehstueck heute morgen: Eine Finnin und eine Deutsche sitzen in Tschechien an einem Tisch und essen Aepfel aus Spanien und Gouda aus Holland. Hurrah :)
Mein Lieblingssatz aller bisher aufgeschnappten Saetze: “You know, english isn’t a language.”

8 Comments »

  1. Die “Italinier” möchte ich bitte in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen wissen. ;P

    Der Drang zum Schreiben wächst also erst mal proportional zur Entfernung von zu Hause; kommt mir bekannt vor.

    Comment by sankatze — 20. August 2006 @ 20:02
  2. Richtig heißt es übrigens “Y’know, English ain’t a language.” ;)

    Mehr wenn ich wach bin.

    Comment by moeffju — 21. August 2006 @ 12:10
  3. Nee, so gut koennen Franzosen leider kein Englisch :p Und kommt mir nicht mit Rechtschreibfehlern, ich bin ja froh, dass ich die Haelfte der Zeichen auf dieser Tatstatur kenne :p

    Comment by schuehsch — 21. August 2006 @ 14:07
  4. internationales fruehstuecken hat doch was :) haelt gesund und fit, immerhin sit das fruehstueck eine der wichtigsten mahlzeiten am tag… neben dem mittag essen, dem abendbort, nicht zu vergessen der 11 uhr pause, dem nachmittagstee oder dem mitternachtsimbiss…

    Comment by fengor — 21. August 2006 @ 14:10
  5. @ sankatze: Ich habe keinen Drang zum Schreiben, ich habe nur endlich was zu erzaehlen :p

    Comment by schuehsch — 21. August 2006 @ 14:20
  6. Jetzt hab ich Hunger.

    Comment by moeffju — 21. August 2006 @ 21:12
  7. Und ich hab grad die Theorie, dass Fengor wohl’n Hobbit unter seinen Vorfahren haben muss. :P

    Comment by sankatze — 7. September 2006 @ 08:40
  8. … und offensichtlich mein Sprachgefühl über Nacht verloren.

    Comment by sankatze — 7. September 2006 @ 08:41

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