Ein Pfund Nichts
Mich gibt es nicht. Ich bin dein Traum, deine Illusion, dein Wunsch. Mich gibt es nur in deinem Kopf. Es gibt nichts, was mich ausmacht. Es gibt nichts, was ich bin. In Wirklichkeit existiere ich nicht. Es hat mich nie gegeben. Ich war schon immer nichts. Ich werde nie mehr als von Gedanken geschwängerte Luft sein. Was mich hier hält, sind deine Gedanken. Wenn du mich vergisst, bin ich das, was deine Sprache tot nennt. Ich habe keine Angst. Ich verspüre kein Glück und keine Lust. Ich existiere nur in deinem Kopf. Ich bin dein Wunsch und alles was du über mich meinst zu wissen, hast du geträumt. Jedes Wort, das ich gesagt haben soll, hallt nur in deinen Ohren. Was ich bin, bestimmst du. Du definierst mich. Ich bin Licht auf einer weißen Leinwand. Du projizierst mich auf das Nichts. Du hast meine Rolle erfunden. Du hast mich erschaffen.
Warum tust du das?
Wer bin ich für dich?



Erinnert mich an eine Anspielung an den tieferen Sinn von Hesse’s “Im Nebel”. Gewollt oder nicht, als solches ist der Text zu tiefst wahr und traurig. Das bekräftigt mich fast, über meinen schlechten Tag jetzt erstrecht zu heulen.
Bitter isses auf alle Fälle. Es riecht nach Existenzialismus, schwarzem Kaffee und noch schwärzeren Zigaretten.
Tippfehler: “hallt”.
Emo ist was anderes. Glaub ich. Ich hab eh meine Probleme mit dem Begriff.
Süß wäre ja auch bequem.
Danke =D
Langsam entwickelst du eine Obsession damit.
Stimmt ja gar nicht :p