wie romantisch!

Gutenachtgeschichten — schuehsch @ 8. November 2005, 22:55

In diesem Semester (bevorzugt noch in diesem Jahr) hab ich noch eine Hausarbeit abzugeben. Eine “story” (quasi eine Kurzgeschichte, aber den Begriff gab es zu Poes Lebzeiten nich nicht darum wäre es verkehrt, ihn auf ihn anzuwenden) von E. A. Poe soll ich mit einer anderen Kurzgeschichte vergleichen. Und ich find ums Verrecken keine coole. Die Geschichte sollte im 19. Jahrhundert geschrieben worden sein – idealerweise um 1850 rum und (Achtung, das ist der Haken) von einem berauschten Subjekt handeln. In Deutschland war Anfang des Jahrhunderts Romantik. Die haben sich viel berauscht und auch ne Menge früber geschrieben… Würde also gut passen… Aber ich find nix.
*seufz*
Kann mir jemand weiterhelfen?

[Nachschlag vom 22.12.05] Der Prof hat es dann auch gleich eingesehen und ich durfte ein andere Thema nehmen. Ich schreibe jetzt über Popliteratur und vergleiche die Darstellung des Rausches in “Kult” und “Livealbum”. Dabei möchte ich bewerten, ob die Darstellung den Drogenkosum verharmlost oder nicht.
Vielleicht muss ich die Fragestellung aber auch noch mal verändern. In “Kult” wurde nämlich bisher wenig Rausch dargestellt sondern mehr so Visionen… Also es wird so dargestellt, als würde er – Achtung, Grusel! – Visionen gegeben bekommen. Alles ganz mysteriös und so… Da kommt der Drogenrausch halt etwas kurz (obwohl er dauernd Pilze züchtet). Vielleicht vergleich ich also irgendwas anderes. Aber vergleichen muss ich und Rausch muss da auch irgendwie vorkommen.

2 Comments »

  1. Ich schätze, Dein bester Kandidat für sowas würde wohl E.T.A. Hoffmann sein… (ist das nicht sogar belegt, dass Poe die Geschichten von Hoffmann kannte?)

    Welche Erzählung ist denn das, wo sich der Typ in die Roboterfrau verliebt? “Der Sandmann”? Zählt verliebt als berauscht? Oder brauchst Du konkret irgendwelche Erzähler unter Alkohol-/Drogeneinfluss wie bei Poe?

    Comment by sankatze — 14. November 2005 @ 00:46
  2. Rausch ist Rausch, welcher ist egal. Eindeutiger Schwerpunkt im Seminar liegt aber auf den Drogenräuschen (ruschs? rausche? hä?). Auch für sowas ist Hoffmann super (“Der Goldene Topf”!) und überhaupt: romantische Ironie käme bestimmt gut. Aber: ich habe bisher noch nichts von ihm gefunden, was von der Form her halbwegs eine Kurzgeschichte genannt werden könnte UND Rausch intus hat.
    Die Form! Ich habe ein Problem mit der Form. Ich will nicht diese story mit einem Thaeterstück oder einem Roman vergleichen. Allein schon nicht mit einem Text, der in Kapitel o.ä. unterteilt ist.
    Oder sind diese Bedenken verkehrt?

    Comment by schuehsch — 14. November 2005 @ 06:29

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