BraCamp

Alltag — Tags: , , , , — schuehsch @ 22. August 2008, 11:20

Am 30. August findet von 10 bis 19 Uhr das erste BarCamp für Frauen in München statt. Ich fahr da mal hin.
Wahrscheinlich bin ich sogar total die Zielgruppe, wird nämlich (Achtung, Achtung, ich gebe ein großes Geheimnis preis, bitte nicht weitersagen) mein erstes BarCamp. Allerdings möchte ich betonen, dass das Zufall ist und ich nicht zu diesem BarCamp fahre, weil es endlich eines ist, zu dem ich mich hintraue, sondern einfach weil es zeitlich und örtlich in meine Planung passt. Es ist sogar eher so, dass ich zweifle, ob wir so eine Veranstaltung brauchen. Aber das und ob sie nicht ein Bedürfnis erfüllt, überlege ich mir, wenn ich da bin.
Und wenn ich schon mal da bin, geh ich natürlich auch aufs Girl Geek Dinner am 29. August. Das wird also alles ganz spannend und ich freue mich sehr, dass mein ThinkPad heile und mitnehmbar ist, sonst käme ich mir komisch vor.

k(n)app daneben

Test, mit Bild — Tags: , , , , — schuehsch @ 16. August 2008, 11:02

Manchmal bin ich in Drogerie-Märkten und kaufe dort ein. Neulich kaufte ich dort einen Stift. Achtung, Männer, ab jetzt kommt nur noch redundanter Frauen-Schwachsinn, lest mal was anderes! Ich trage seit Jahren Kajal (Ja, Männer, auf Wikipedia steht, was das ist), habe aber nur den ersten kleinen Bruchteil dieser Zeit tatsächlich die Stifte für den Lidstrich benutzt. Sehr viel mehr Morgen (danke an die brunchbox für das Prägen und direkt positive Konnotieren dieses Plurals) habe ich mit Liquid Eyelinern (ab jetzt verlässt uns Wikipedia, die verstehen den Unterschied nicht; und überhaupt, Kerl: Was liest Du noch hier?) vor einem Spiegel verbracht. Ich habe Produkte verschiedener Firmen probiert, keine rechte Präferenz gehabt nur zwei Dinge haben sich als wichtig heraus gestellt: 1. nicht den ALLERbilligsten kaufen. Die Tusche kann so… billig sein, dass einem die Wimpern ausfallen (gilt ja auch genau so und eigentlich noch viel mehr für Mascara). 2. mit der Form und Stabilität der Pinsel- / Stiftspitze steht und fällt alles. Für mich funktionieren kleine Pinsel schlechter als die Stifte mit den Filzspitzen. Und da habe ich nun ein Modell entdeckt, das ganz toll zu sein verspricht: Liquid Eye Liner von Nivea Beauté.
Anmalen kann man sich mit dem ganz gut, sogar so, dass keine Korrekturen nötig sind, aber in der B-Note gibt es große Abzüge. Die Handhabung ist katastrophal. Die Kappe muss man mit viel Kraft abziehen, woran ich morgens im Bad häufig mit entweder feuchten oder cremigen Händen scheitere. Natürlich soll der Stift nicht austrocknen, weshalb er fest zu verschließen sein muss, aber das muss anders zu lösen sein, ehrlich (Hurrah für Gewinde! Handwerker, are you with me?).
Auf dem Stift steht “Mit der Spitze nach unten aufbewahren”. Gern, aber wie? Die Kappe ist zwar immerhin abgeflacht, bietet aber nicht genügend Fläche. Wenn ich den wie selbst gewünscht auf die Kappe gestellten Stift auch nur anatme, fällt er schon wieder um. Das ist ungefähr so wie “Verbinden Sie alles mit der roten Schraube” und dann keine rote Schraube beilegen (Ja, wer als männlicher Leser bis hierhin durchgehalten hat wird belohnt). Jaja, man kennt das.
Also, Nivea Beauté, macht da mal bitte neue Kappen drauf.
kthxbye.

Wo bin ich?

Uni, mit Bild — Tags: , — schuehsch @ 12. August 2008, 16:46

Damit die Saarbrücker Studenten und andere Campus-Besucher jetzt auch endlich offiziell wissen, wo sie eigentlich gerade sind - ein hübsches neues Straßenschild.

Kurzstrecke reicht nicht

Alltag — Tags: , , , , — schuehsch @ , 01:00

Neulich fuhr ich Bus. Ich fuhr irgendwo los dorthin, wo diese Geschichte los geht. In den Norden der Stadt. Keine schöne Ecke, aber man kann als Mädchen nachts noch alleine rausgehen ohne um sein Leben oder seine Unschuld bangen zu müssen (in Portraits der öffentlich-rechtlichen Sender würde die Erzählerin aus dem off jetzt sagen: “Ich hatte beruflich dort zu tun.”, was aber auch niemandem nichts erklärt). An einer großen Bushaltestelle wollte ich einen Bus zurück ins Zentrum nehmen. Um mir wir Wartezeit zu verkürzen ging betrat ich die Bäckerei, vor der die Bushaltestelle sich heute noch befindet und äußerte einer Verkäuferin gegenüber meine Absicht ein Buttercroissant zu erwerben. Es war 15:38 Uhr. Sie sagte nein. Wie meinen? Nun, es täte ihr leid, aber sie hätte das letzte Buttercroissant für heute - man würde in wenigen Minuten schließen - dem Herren neben mir verkauft. Der Herr neben mit wartete auf einen Automatenkaffee von irgendwo hinter der Verkaufstheke. Der Herr stellte sich als sehr freundlich heraus und schenkte mir das Croissant. Im Gegenzug zahlte ich seinen Kaffee. Mir fielen seine unglaublich blauen Augen auf. Schönen Feierabend noch, liebe Bäckereifachverkäuferin.
Später sprach er mich an. Er wolle zum Rathaus, ob dieser Bus dahin führe? Da die Antwort darauf “Nein, aber doch” lautete, unterhielten wir uns kurz und er enthüllte eine erstaunliche Ortskenntnis für jemanden, der nicht weiß wo eine der Hauptbuslinien hält. Auch bei seiner Frage nach der sinnvollsten Fahrkarte konnte ich ihm weiterhelfen. Ich stieg ein. Als er beim Fahrer eine Karte gekauft hatte, bedeutete ich ihm, er könne sich neben mich auf einen der wenigen freien Plätze im Bus setzen. So he did. We talked. Er fragte nie nach meinem Namen. Er war sehr höfflich. Er hatte unfassbar blaue Augen. Er war zum Geburtstag seiner Mutter in der Stadt, womöglich ihr letzter, man wisse ja nie. Eigentlich würde er in Argentinien leben, hätte dort aber gerade seinen Haushalt aufgelöst. Jetzt führe er in die Stadt um für seine Mutter Strumpfwolle zu kaufen. Ob ich mich für Kunst interessierte? Er wäre in der aktuellen Picasso-Ausstellung gewesen. Ganz schön. Ja, er hätte dem Museum seinen Picasso für die Dauer der Ausstellung geliehen. Er lächelte in meine überraschten Augen. Ich würde doch sicherlich viel lesen? Als er meinen Lebensentwurf, gefühlt den Entwurf eines kleinen Mädchens, welches nichts weiß, kennt und nur einfach-so-will, sah er mich fast stolz an. Vielversprechend. Verständnis. Vorbeigehen.
Ich stieg aus. Als der Bus an mir vorbei fuhr, nickte er mir zu. Ich glaube ihm noch heute jedes Wort. Seit dem fahre ich viel lieber Bus.

Mit anderen Augen

mit Bild — Tags: , — schuehsch @ 5. August 2008, 22:55

Berlin im Mai.


Gesehen am Ostbahnhof.


Am Spreeufer (zwischen Bundestag und Hauptbahnhof; “Big Beuys don’t cry”).


Blick aus dem Fenster hinter dem ich genächtigt habe.

Mit Verspätung

Held des Tages — Tags: , , , — schuehsch @ 4. August 2008, 23:20

Nein, es geht nicht um die Deutsche Bahn. Dieser Eintrag dient einzig und allein dazu, mich zu bedanken. Salz & Brot 2.0. Ich bedanke mich bei Dir, meine Liebe. Und weil ich weiß, wie vorsichtig Du im Internet bist, überlasse ich es Dir selbst, Dich in den Kommentaren als die Bedankte zu outen, oder es eben zu lassen :)

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